Frühere Milosevic-Mitarbeiter jetzt Spitzenmanager

Zwei weitere enge Mitarbeiter des 2006 in der Haft des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals verstorbenen früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic sind in Serbien in Spitzenmanagerpositionen aufgerückt.

Zoran Lilic, der in den 1990er Jahren selbst Staatspräsident Jugoslawiens gewesen war, leite das staatliche Straßenbauunternehmen. Der langjährige Generalsekretär der Milosevic-Sozialisten SPS, Zoran Andjelkovic, sei jetzt Chef der staatlichen Eisenbahnen, berichteten die Medien am Samstag in Belgrad über einen entsprechenden Beschluss der Regierung.

Lilic war im Jahr 2000 aus der Sozialistischen Partei von Milosevic ausgeschlossen worden, nachdem er seinen Beraterposten bei seinem Nachfolger als Staatsoberhaupt aufgegeben hatte. Als Milosevics Berater war Lilic unter anderem für die Waffengeschäfte Belgrads zuständig.

Der langjährige SPS-Sprecher und Nachfolger von Milosevic als Parteichef, Ivica Dacic, ist heute Innenminister und stellvertretender Regierungschef. Viele weitere Ressorts werden in der ersten oder zweiten Reihe von Milosevic-Getreuen geleitet.

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