Frauenlobby lebt Versöhnung am Balkan

Die UNO-Sicherheitsratsresolution 1325 über Frauen in bewaffneten Konflikten in Südosteuropa umsetzen lautet das erklärte Ziel der "Regional Women's Lobby" (RLW), die am Dienstag zu ihrem ersten offiziellen Treffen in Zagreb zusammenkam.
Am Herzen liegen der Frauenorganisation besonders Gerechtigkeit und die Versöhnung der einstigen Kriegsgegner, wie die Kosovarin Edita Tahiri laut der Nachrichtenagentur Hina sagte. Tahiri war zu dessen Lebzeiten Sprecherin des “kosovo-albanischen Ghandi” Ibrahim Rugova (gest. 2006) – und bestimmt heute als Parteichefin im Parlament die Geschicke des jüngsten Balkanstaates mit.

Mit ihr in Zagreb am Tisch sitzen Frauen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, aber eben auch Serbien. RWL-Gründungsmitglieder sind unter anderem die Chefin des serbischen Helsinki-Komitees für Menschenrechte Sonja Biserko und Natasa Kandic, die den Belgrader Fonds für humanitäres Recht leitet. “Das Treffen in Zagreb zeigt, dass Frauen in der Region alle Vorurteile überwunden haben, dass sie ihre Kräfte bündeln für Anliegen, die für die Region und die größere europäische Gemeinschaft wichtig sind”, betonte die kroatische Parlamentarierin Mirjana Feric Vac.

An dem Treffen nahmen auch die ehemalige finnische Verteidigungsministerin und Menschenrechtsexpertin Elisabeth Rehn sowie Ex-Außenministerin Ursula Plassnik (V) teil, die sich in ihrer Amtszeit auch im Hinblick auf ein Frauennetzwerk für Nahost engagierte. Gute Ergebnisse könne es nur mit der Einbindung von Frauen in die politische Führung geben, unterstrich Rehn.

Die “Regional Women’s Lobby for Peace and Justice in Southeast Europe” wurde 2006 mit Unterstützung des UNO-Entwicklungsfonds für Frauen UNIFEM gegründet. Eines ihrer Anliegen damals: Die Einbeziehung von Frauen in die Kosovo-Status-Gespräche.

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