FrauenFilmTage 2008 "FrauenWelten"

©© Annie Leibovitz: Life through a lens
Mit rund 20 Spiel- und Dokumentarfilmen zeigen die FrauenFilmTage 2008 "Frauen-Welten" eine internationale Auswahl sehenswerter und außergewöhnlicher Filme aus 15 Ländern. Vom 6.3. bis 12.3.2008 in Wien.

Im Mittelpunkt stehen frauen- und gesellschaftspolitische Themen, unkonventionell und spannend bearbeitet. Mit dabei sind junge FilmemacherInnen ebenso wie arrivierte Filmschaffende.

Spielorte sind das Burgkino in 1010 Wien und das Top Kino in 1060 Wien.

Der Eröffnungsfilm am 6.3.2008 um 20 Uhr ist „Caramel“, Nadine Labakis romantischer Film über Liebe, Freundschaft und Solidarität. Zentrum ist ein Schönheitssalon in Beirut, in dem sich die Frauen treffen, ihre kleinen Geheimnisse austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Das farbenfrohe und erfolgreiche Erstlingswerk der Regisseurin zeigt die Spannungen zwischen Tradition und Moderne im heutigen Libanon auf unterhaltsam-hinter-gründige Weise. Ein Publikumserfolg, der in San Sebastian auch den Publikumspreis erhal-ten hat.

Am 7.3.2008 geht es gleich weiter mit „Tussenstand“, Mijke de Jongs kritischem Blick auf die Kommunikations(miß)erfolge eines glücklich geschiedenen Paares in Sorge um die Zukunft seines Sohnes. Filmisch spannend umgesetzt und hervorragend gespielt von Elsie de Brauw und Marcel Muster.

Ein weiterer Höhepunkt folgt am 8.3.2008 um 21.15 Uhr mit dem aktuellen Spielfilm von Ken Loach „It’s a free world“. Angie, dargestellt von Kierston Wareing, ist arbeitslos, und nach einigen schlecht bezahlten Jobs will auch sie ein Stück vom großen Kuchen. Sie gründet mit einer Partnerin, Rose, eine eigene „Agentur“ und vermittelt billige Arbeitskräfte. Ken Loach zeigt in seinem neuen Film, wie schmal die Grenze zwischen ausgebeutet sein und ausbeu-ten ist, und thematisiert die dunklen Seiten unserer globalen Arbeitswelt. „It’s a free world“ erhielt auf den Filmfestivals Venedig und Sevilla Auszeichnungen für das „Beste Drehbuch“ bzw. “Bester Film“.

Die Hauptdarstellerin Kieston Wiering wird zur Vorführung am 8.3.2008 in Wien sein!

Aus Israel ist Etgar Kerets und Shira Geffens Spielfilm „Jellyfish“ am 9.3.2008 um 19 Uhr im Programm, der in Cannes als bester Erstling gefeiert und ausgezeichnet wurde. Zu Recht, denn „Jellyfish“ („Les méduses“) ist ein romantischer Film über drei Frauen zwischen Traum und Realität im heutigen Tel Aviv. Ein Film voll Poesie, und erfrischend erzählt.

Am 10.3.2008 bearbeit die Regisseurin Carole Laure in „La Capture“ auf ungewöhnliche, poetische Weise das Thema Gewalt. Die Protagonistin Rose führt ein schönes, intensives Leben mit ihrem Freund, dennoch lässt sie die Vergangenheit nicht los. Rose will eine Erklärung, und sie beschließt, ihren Vater zu entführen. Ein träumerischer, manchmal skurril anmutender Film mit außergewöhnlichen stilistischen Mitteln. Kutlug Atamans Spielfilm „Iki genc kiz” (“Zwei Mädchen aus Istanbul”) hat in der Türkei alle wichtigen Preise gewonnen. Basierend auf Perihan Mağdens kontroversem Bestseller ist Kutlug Atamans dritter Spielfilm ein Drama über jugendliches Leben in der modernen Türkei.

In Bolivien spielt der Dokumentarfilm „A Working Mom“ von Limor Phinasov und Yaron Kaftori, zu sehen am 11.3. um 17.30 Uhr. Die israelischen Filmemacher begleiten Mariso Villozial in ihre Heimat. Jahrelang war sie in Israel, um Geld für ihre Familie und ein eigenes Haus zu verdienen. Das Wiedersehen gestaltet sich jedoch anders, als Mariso sich das er-träumt hat. Ein ästhetischer, schöner Film über kulturelle Unterschiede und Globalisierung.

In „Annie Leibovitz: Life through a lens“ wird die amerikanische Starfotografin von ihrer Schwester Barbara Leibovitz portraitiert. Annie Leibovitz zählt zu den einflussreichsten Fotografinnen unserer Zeit. Der Film beleuchtet ihr künstlerisches Schaffen und gewährt intime Einblicke in das Privatleben von Annie Leibovitz.

Das gesamte Programm finden Sie unter http://www.frauenfilmtage.at Reservierungen sind ab sofort in Top Kino und Burg Kino telefonisch möglich. Der Kartenverkauf startet eine Woche vor Beginn.

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