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Frau hinterrücks vor Zug gestoßen - Mann war polizeibekannt

Der tödliche Stoß vor einen einfahrenden Zug kam für das Opfer wohl völlig überraschend.

Die Tat habe sich am Samstagmorgen 8.45 Uhr im niederrheinischen Bahnhof Voerde bei der Einfahrt des Regionalzugs nach Oberhausen ereignet. Der Täter soll sich der Frau wortlos von hinten genähert haben, erzählten Zeugen der Polizei. Dann habe er sie auf das Gleis gestoßen. "Einfach so. Er hat nicht vorher mit ihr gesprochen, geredet. Er soll zu ihr hingegangen sein und sie gestoßen haben", sagte Polizeisprecherin Jacqueline Grahl am Montag.

Opfer und Täter kannten sich nicht

Der 28-jährige mutmaßliche Täter und das 34-jährige Opfer kannten sich laut Polizei nicht. Vorher hatte es nach Angaben der Ermittler auch keinerlei Streit zwischen dem mutmaßlichen Mörder und dem Opfer gegeben.

Couragierter Iraker hält Täter fest

Ein couragierter Zeuge, ein 31-jähriger Iraker, habe den Mann sofort danach gepackt und festgehalten, bis ihm andere zur Hilfe gekommen seien. Der Mann aus dem Irak hat so womöglich noch Schlimmeres verhindert. Focus.de zitiert einen Ermittler der Duisburger Kripo: "Der Täter war in diesem Moment unberechenbar. Wer weiß, was passiert wäre, wenn er vom Bahnhof geflohen wäre." D
as Opfer, die Mutter einer 13-Jährigen, sei zu dem Zeitpunkt mit einem Bekannten unterwegs gewesen. "Die Frau hinterlässt Mann und Kind", sagte die Polizeisprecherin.

Foto: APA

28-Jähriger in U-Haft

Der 28-Jährige Tatverdächtige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll die Frau heimtückisch und aus Mordlust ins Gleisbett vor die Regionalbahn gestoßen haben. Er schwieg bislang zu den Vorwürfen. "Es hat sich zu den Tatvorwürfen nicht geäußert und lässt sich anwaltlich vertreten", sagte Polizeisprecherin Grahl.

Foto: APA

Kein Unbekannter für die Polizei

Der in Deutschland geborene Serbe ist für die Polizei kein Unbekannter. Er sei schon wegen Diebstahls und Körperverletzungen aufgefallen, sagte die Polizeisprecherin am Montag. Es gebe zwei Verfahren, in denen er Polizisten verletzt habe: Ende Juni soll er demnach in einer Gaststätte randaliert haben. Als Polizisten ihn fixieren wollten, habe er sich gewehrt.

Widerstand bei der Festnahme

Ende März soll er bei Nachbarn randaliert und diese auch bedroht haben. "Da hat er dann auch bei der Festnahme Widerstand geleistet", berichtete Polizeisprecherin Grahl. In einem weiteren Fall habe er einen Traktorfahrer angehalten und bedroht. Der 28-Jährige aus Hamminkeln bei Wesel habe in der Vergangenheit zudem zwei Freiheitsstrafen als Ersatz für Geldbußen verbüßt.

Befragungen laufen

Menschen aus dem Umfeld des 28-Jährigen, der wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft sitzt, würden jetzt befragt, um diese Frage zu klären: "Warum geht jemand auf den Bahnsteig und schubst jemanden auf die Gleise?", sagte Polizeisprecherin Grahl abschließend.

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