Frau gekidnappt: Sind das die Entführer?

Wer kennt diese Personen?
Wer kennt diese Personen? ©BPD
Mithilfe von Phantombildern hofft die Polizei Licht in den mysteriösen Fall zu bringen. Derweil konnte die 35-jährige Wienerin noch immer keine Angaben dazu machen, wie sie entführt wurde.
35-jährige Wienerin entführt

In der angeblichen Entführung einer 35-jährigen Wienerin hofft die Polizei nun mit den Phantombildern des Kidnappers und dessen Schwester etwas Licht in den mysteriösen Fall zu bringen. Stutzig macht, dass die Frau zwar genaue Angaben zum Aussehen des Paares machen kann, aber noch immer nichts darüber, wie sie in die Gewalt des Mannes kam.

Die Wienerin befindet sich weiterhin im Spital. Laut Polizei geht es ihr schon besser. Den Kidnapper beschreibt sie als 1,75 bis 1,80 Meter groß und korpulent. Der rund 45-Jährige hat dunkelblonde Haare und eine Stirnglatze. Auffällig waren eine rund zwei Zentimeter lange und ein bis zwei Millimeter breite Narbe auf der Nase, eine leicht schiefe Mundstellung, lange Ohrläppchen und Nasenhaare. Am linken kleinen Finger fehlten die letzten beiden Glieder und auf dem linken Handrücken hatte er Brandnarben. Bekleidet war er mit blauen Jeans, schwarzen Schnürstiefeln und einem Kapuzensweater.

Keine Hinweise auf Gewalttat

Die gesuchte Schwester ist 50 bis 55 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, zwischen 45 und 50 Kilo schwer. Auffällig war die im Solarium gebräunte Haut, tiefe Falten im Gesicht, wasserstoffgefärbte blonde, lockige Haare wobei die Stirnfransen nach hinten gekämmt waren. Sie hatte blaue Augen, blaue Wimperntusche, die Augenbrauen waren nur als brauner Strich gemalt. Weiters hatte sie sehr dünne Finger und lange bunte Fingernägel. Sie war mit Röhrenjeans und pinkfarbenen Winterjacke bekleidet.

Am 3. November hatte der Mann seine Frau bei der Polizei als abgängig gemeldet: Zuletzt habe sie sich über ihr Handy gerührt und habe verzweifelt gewirkt. Danach wurde das Mobiltelefon abgeschaltet. Am Tag darauf wurde der Ford Galaxy der Hietzingerin im niederösterreichischen Böheimkirchen in der Nähe der Westautobahn (A1) gefunden. Spuren, die auf eine Gewalttat hingedeutet hätten, fanden sich nicht.

Mehrere Tage festgehalten

Am Sonntag schließlich entdeckten Passanten die 35-Jährige im oberösterreichischen Engelhartszell (Bezirk Schärding) neben der Straße. Sie machte einen traumatisierten Eindruck und wies Fesselungsspuren an den Handgelenken auf.

Bei einer Einvernahme behauptete sie, dass ein Unbekannter sie mehrere Tage in einem Wohnmobil festgehalten hat. Der Mann habe sie an einen Sessel gefesselt, beschimpft und misshandelt. Am Sonntag schließlich sei seine Schwester in das Wohnmobil gekommen und hätte den Mann überredet, die 35-Jährige freizulassen.

Wohnmobil aus Mattersburg?

Das gesuchte Wohnmobil soll ein älteres Modell sein, dunkelbeige mit dunkelbraunen Querstreifen. Das Kennzeichen hatte den Anfangsbuchstaben “MA”. Entsprechende Fahrzeuge im Bezirk Mattersburg wurden laut Polizei überprüft, bisher ohne Erfolg.

Die Polizei bat um sachdienliche Hinweise an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd unter der Telefonnummer 01/31310/57800 DW (Journaldienst).

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