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Frankreich trauert um Guillaume Depardieu

Frankreich trauert um den Schauspieler Guillaume Depardieu. Der Sohn von Gerard Depardieu erlag am Montag in einem Krankenhaus in Garches bei Paris den Folgen einer Lungenentzündung. 

Er wurde 37 Jahre alt. Depardieu kam erst am Sonntag von Dreharbeiten in Rumänien zurück, wo er sich die Lungenentzündung zugezogen hatte. In der Nacht zum Montag wurde er ins Raymond-Poincaré-Krankenhaus gebracht, wo ihm die Ärzte dann aber nicht mehr helfen konnten.

Die französische Kulturministerin Christine Albanel sagte, Guillaume Depardieu bleibe als “eine reiche und komplexe Persönlichkeit” in Erinnerung. Unvergessen sei seine erste große Rolle an der Seite seines Vaters, 1991 in dem Film “Die siebente Saite” (Tous les matins du monde). Regisseur Alain Corneau sagte: “Ich habe ihn unendlich geliebt. Er war ein wunderbarer Junge, ein großartiger Schauspieler.”

1996 wurde Guillaume Depardieu als talentiertester junger Schauspieler mit einem César ausgezeichnet. Damals hatte er gerade mit dem Film “Die Anfänger” (Les Apprentis) Furore gemacht. Danach folgten unter anderem Rollen in “Der Graf von Monte Christo” (1998) und “Les Misérables” (2000). Zuletzt war er in dem Film “Stella” zu sehen.

Als Jugendlicher und junger Erwachsener machte Guillaume Depardieu wiederholt Schlagzeilen mit Drogen und Alkohol. 2003 zerstritt er sich mit seinem Vater. Im gleichen Jahr musste ihm das rechte Bein amputiert werden – Folge eines Motorradunfalls im Jahr 1996.

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