FPÖ will höhere Corona-Hilfen für touristische Vermieter

Tourismussprecher Hauser beklagt Ungerechtigkeiten.
Tourismussprecher Hauser beklagt Ungerechtigkeiten. ©APA/BARBARA GINDL
Die FPÖ verlangt höhere Coronahilfen für Vermieter von Ferienwohnungen und Zimmern.

Tourismussprecher Gerald Hauser kündigte einen Antrag an, in dem die türkis-grüne Regierung aufgefordert wird, den 10.000 Zimmervermietern, die mehr als zehn Betten haben und nach Paragraf 28 des Einkommensteuergesetzes abrechnen, rückwirkend ab März 2020 pauschal 35 Prozent des Umsatzes zu ersetzen.

FPÖ sieht "totale Ungerechtigkeit" bei Coronahilfen

Hauser beklagte am Donnerstag in einer Pressekonferenz die vielen Ausnahmen bei den Coronahilfen als "totale Ungerechtigkeit". Nur dem "unermüdlichen Einsatz der FPÖ" sei es zu verdanken, dass diese Betriebe überhaupt entschädigt werden. Die Privatvermieter seien zuerst weder beim Härtefallfonds, noch später beim Umsatzersatz dabei gewesen. Aktuell ärgert sich Hauser über die Ausnahmen in den Richtlinien des Finanzministeriums.

Viele Ausnahmen bei Coronahilfen fpr Privatvermieter

So würden Privatvermieter, die nicht im selben Haus wohnen, in dem sie Zimmer vermieten, "null" bekommen. Auch Vermieter mit mehr als 2.000 brutto Hauptverdienst, bekämen keine Entschädigung. Oder Betriebe, die eine Ausziehcouch zu viel haben. Und Vermieter, die arbeitslos werden, würden für die Vermietung der Zimmer dann ebenfalls keine Entschädigung mehr bekommen. So würden "die Ärmsten der Armen" nochmals zusätzlich geschädigt, kritisierte Hauser.

Hauser selbst verfügt laut "Wirtschaftscompass" in St. Jakob in Defereggen in Osttirol über eine Gewerbeberechtigung für den Betrieb von Appartementhäusern, Ferienwohnungen und Feriendörfern. Betroffen von den "Ungerechtigkeiten", wie Hauser sagt, sind nicht die gewerblichen Vermieter, nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes versteuern, sondern jene, die privat im Nebenerwerb Betten vermieten und dafür in der Steuererklärung Paragraf 28, "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung", geltend machen. Das Finanzministerium habe aus den Coronahilfen eine "Raketenwissenschaft" gemacht, dabei würde es reichen, auf das Einkommenssteuergesetz und die Nächtigungsabgabe abzustellen, so Hauser.

(APA/Red)

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