FPÖ Wien fordert Ausbau der Park-and-Ride-Anlagen

Die FPÖ Wien kritisiert die Verkehrspolitik der Stadt.
Die FPÖ Wien kritisiert die Verkehrspolitik der Stadt. ©APA/Hans Klaus Techt
Die Wiener FPÖ kritisiert nach der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung im 10. Bezirk die Verkehrspolitik. Vizebürgermeister Johann Gudenus spricht von "Abzocke" und einer Verlagerung der Parkplatznot in andere Bezirke.

Die Wiener FPÖ hat am Montag anlässlich des Starts der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung in Wien-Favoriten einmal mehr die Verkehrspolitik der Stadt kritisiert. Bei der Einführung des Parkpickerls handle es sich um “Abzocke” sowie eine Verlagerung der Parkplatznot in andere Bezirke, meinte Vizebürgermeister Johann Gudenus in einer Pressekonferenz am Montag.

Außerdem sei es “extrem pendlerfeindlich, was hier passiert”. Vor allem Pendler aus dem Burgenland seien von der Einführung der flächendeckenden Kurzparkzone in Favoriten betroffen. Gemeinsam mit dem burgenländischen Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz und dem FPÖ-Bezirksparteiobmann von Favoriten, Stefan Berger, sprach sich Gudenus daher für eine Ausweitung der Park-and-Ride-Anlagen bei U-Bahn-Endstationen am Stadtrand aus.

FPÖ Wien fordert mindestens 25.000 P&R-Plätze am Stadtrand

Bis 2020 müsse es mindestens 25.000 Park-and-Ride-Stellplätze am Rande Wiens geben. Langfristig brauche es 100.000 Stellplätze, meinte Gudenus. Diese müssten für Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien kostenlos und für alle anderen um einen Euro pro Tag nutzbar sein.

Derzeit gibt es 16 “P&R”-Anlagen mit rund 10.500 Stellplätzen, hieß es aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) zur APA. Langfristig sei ein Ausbau um 6.800 Stellplätze vorgesehen.

Kritik auch von ÖVP und NEOS

Die Einführung des Parkpickerls in Favoriten werde “massive Nachteile für den angrenzenden Bezirk Simmering” – er wird als einziger in Wien von einem FPÖ-Vorsteher geführt – bedeuten, zeigte sich Gudenus überzeugt. Ob dort ebenfalls das Parkpickerl eingeführt werden soll, müssten die Bürger in der anstehenden Befragung entscheiden. Die Einführung in Favoriten habe “natürlich den Druck erhöht”. Grundsätzlich fordert die FPÖ ein kostenloses Parkpickerl für alle Wiener.

Auch ÖVP und NEOS kritisierten in Aussendungen am Montag die Parkpickerl-Regelung. “Mit dem heutigen Start der Parkraumbewirtschaftung in Favoriten werden die Schikanen und die Abzocke in der Wiener Verkehrspolitik fortgesetzt”, sagte der Klubobmann der Wiener ÖVP, Manfred Juraczka. NEOS-Verkehrssprecherin Bettina Emmerling forderte ein “sinnvolles Gesamtkonzept” statt einem “Fleckerlteppich”.

Mit dem heutigen Montag wurde der gesamte 10. Bezirk Kurzparkzone. Für die rund 64.000 zugelassenen Autos im Bezirk kann eine Ausnahmeregelung beantragt werden – das sogenannte Parkpickerl. Aufgrund der Erfahrungen in anderen Bezirken geht der Bezirk davon aus, dass sich bis zu 40.000 Autobesitzer für ein Pickerl entscheiden. Bisher sind laut dem Bezirksamt Favoriten rund 30.000 Anträge eingelangt.

(APA, Red.)

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