FPÖ-Foto-Causa um Flüchtlingsheim in Wien-Erdberg: Gudenus macht Rückzieher

Der Wiener FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hat nun einen Rückzieher in der Auseinandersetzung mit dem "Kurier"-Fotografen Jürg Christandl gemacht. Er zog nun seine Unterstellung um ein "gestelltes" Foto Christandls auf Facebook zurück und spendet als Wiedergutmachung für Flüchtlinge.
Foto war "nicht inszeniert"
Bei der Protestaktion
FPÖ-Protest gegen Quartier
Klage gegen Strache
Auslieferung von Strache
Fischer "zornig" über Protest

Gudenus hatte ebenso wie FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ein Foto Christandls, das Asylwerber bei einer FPÖ-Protestaktion zeigt, als gestellt bezeichnet.

FPÖ-Protest gegen Flüchtlingsquartier in Erdberg

Anlass war eine Protestaktion der Freiheitlichen vor einem Flüchtlingsquartier in Wien-Erdberg. Christandl hatte dort für den “Kurier” ein Bild aufgenommen, auf dem ein Flüchtlingskind und zwei erwachsene Flüchtlinge vor FPÖ-Anhängern zu sehen sind, die “Nein zum Asylantenheim”-Schilder hochhalten.

Vorwurf um gestelltes Bild und Manipulation

Freiheitliche Spitzenpolitiker, darunter Gudenus – warfen Christandl in der Folge Manipulation vor. Gudenus zog diese Vorwürfe nun auf Facebook zurück. “Nach einem persönlichen Gespräch mit Jürg Christandl konnte ich mich überzeugen, dass ich in einer Puls 4-Sendung vom 01.07.2015 dem Fotografen Jürg Christandl unterstellt habe, ein gestelltes Foto hergestellt und dafür Kinder missbraucht zu haben.”

Gudenus widerruft Unterstellung gegen Christandl auf Facebook

“Eine genaue Überprüfung des Sachverhalts hat nunmehr ergeben, dass diese Unterstellung unwahr ist und ziehe ich diese hiemit mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück”, schrieb der Wiener FPÖ-Klubobmann auf seinem Facebook-Account. Darüber hinaus spendete Gudenus als Wiedergutmachung 2.500 Euro an die Flüchtlingshilfe des Wiener Roten Kreuzes.

(apa/red)

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