FPÖ: Niedrigstes Ergebnis

Die FPÖ wird bei der EU-Wahl aller Voraussicht nach ihr schlechtestes Bundeswahl-Ergebnis seit 1983 einfahren - und ihr Rekord-Minus von der Nationalratswahl 2002 nochmals erhöhen.

1983 hatte die FPÖ bei der Nationalratswahl nur 5,0 Prozent der Stimmen bekommen. Drei Jahre später übernahm Jörg Haider die Partei – und schon bei der ersten Wahl unter seiner Obmannschaft lagen die Freiheitlichen mit 9,7 Prozent besser als heute mit laut Hochrechnung etwas über sechs Prozent. Unter Haider schaffte die FPÖ einen beispiellosen Aufstieg – bis auf 26,9 Prozent bei der NR-Wahl 1999 bzw. sogar 27,5 Prozent der EU-Wahl 1996. Und seit dem Eintritt der FPÖ in die Bundesregierung und dem Rückzug Haiders nach Kärnten müssen die Freiheitlichen einen ebenso beispiellosen Niedergang hinnehmen. Bei der Nationalratswahl 2002 brachen sie auf 10,0 Prozent ein. Das Minus von 16,9 Prozentpunkten war das höchste, das je eine Partei bei einer Bundes- oder Landtagswahl in der Zweiten Republik hinnehmen musste. Diesen Negativrekord dürfte die FPÖ heute einstellen – und auch ihr Nationalratswahlergebnis 2002 werden sie deutlich unterschreiten.

  • VIENNA.AT
  • Wien Wahl
  • FPÖ: Niedrigstes Ergebnis
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.