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Formel Langeweile

Michael Schumacher, der mit 21 Zählern Vorsprung auf Juan Pablo Montoya zum sechsten Saisonrennen auf den A1-Ring in die Steiermark kommt, hat bei seiner Solo-Tournee in Richtung Rekord-Titel vorerst keine Gegner.

Einen Tag nach der “Spazierfahrt” von Barcelona, wo er im Finish bereits den “Schongang” eingelegt hatte, überschlug sich die internationale Presse in Superlativen. Aber sogar im Ferrari-Land Italien wurde die Angst vor einer “Formel Langeweile” deutlich. “Nach fünf Rennen ist die WM schon kaputt”, kommentierte die Gazzetta dello Sport die unheimliche Dominanz des Deutschen. “Schumacher zerquetscht die Formel 1”, meinte La Repubblica.

Sogar der 33-jährige Weltmeister gab erstmals Gedanken an einen vorzeitigen Titelgewinn preis. Er hoffe, “dass die Meisterschaft nicht allzu spannend wird, und ich meine Nerven und die des Teams etwas schonen könnte”. Den mittlerweile unübersehbaren Frust der Konkurrenz konterte Ferrari gelassen. “Ich hoffe nicht, dass es langweilig ist. Aber das ist sicher nicht unser Problem”, sagte Technikchef Ross Brawn.

Die internationale Presse zeigte sich am Montag bewundernd, aber auch sorgenvoll. Der Daily Telegraph nannte den Deutschen den “Unberührbaren” und vermutete, “er hätte für eine Teepause stoppen können und immer noch gewonnen”. Die spanische Marca nahm Anleihe beim Fußball-Zitat des Engländers Gary Lineker: “Von 22 Rennfahrern, die an den Start gehen, gewinnt immer der Deutsche.”

Die ratlosen Verfolger scheinen schon resigniert zu haben. Obwohl seine Piloten Montoya und Ralf Schumacher auf den Plätzen zwei und drei rangieren, zählt auch Gerhard Berger dazu. “Ferrari ist sehr dominant, das ist zum Teil sehr frustrierend”, gestand der Tiroler. “Es ist eine sehr wohl erarbeitete Dominanz, dem muss man Respekt zollen”, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der Ferrari/Bridgestone/Schumacher gar “in einer eigenen Liga” wähnte.

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