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Förderprogramm fürs Kabarett und Kleinkunst ins Leben gerufen

Wie die IG Kabarett am Mittwoch bekannt hab, stellt Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) dafür 250.000 Euro zur Verfügung.
Wie die IG Kabarett am Mittwoch bekannt hab, stellt Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) dafür 250.000 Euro zur Verfügung. ©APA/HANS PUNZ
Der Bund hat das Förderprogramm "Trampolin" für Kabarett- und Kleinkunst-Nachwuchskünstler ins Leben gerufen. Kritik kommt vom Spektakel Wien.
Kabarettförderung für neun Häuser

Mit "Trampolin" startet der Bund ein neues Fair-Pay-Förderprogramm für Kabarett- und Kleinkunst-Nachwuchskünstler. Wie die IG Kabarett am Mittwoch bekannt gab, stellt Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) dafür 250.000 Euro zur Verfügung.

"Trampolin" ins Leben gerufen

"Österreichs KabarettistInnen waren massiv von der behördlichen Schließung der Theater sowie der Covid-19 Veranstaltungsverordnung betroffen", heißt es in der Aussendung. Auch in der nun startenden Saison 2020/2021 seien weitere Umsatzverluste durch reduziertes Fassungsvermögen durch die Covid-19-Verordnungen sowie Absagen zu erwarten. Dadurch würden vor allem Nachwuchskabarettisten "vor existenzielle Probleme gestellt". Gemeinsam mit der Staatssekretärin und ihrem Team habe man daher das neue Förderprogramm ins Leben gerufen.

"Trampolin" finanziert demnach Auftritte als Vorgruppe bei namhaften Kabarettist sowie "Mixed-Shows", um in den Aufbau von Nachwuchskünstlern zu investieren. Bewerben könne sich jeder, die Auswahl erfolgt durch eine Jury aus auf Kabarett spezialisierten Journalisten und Veranstaltern unter dem Vorsitz von Peter Blau. Alle ausgewählten Kabarett-Acts erhalten pro Auftritt 500 Euro sowie die gleiche Anzahl an Auftritten, "um dem Fair-Pay-Grundsatz gerecht zu werden", wie es heißt. Das Projekt läuft bis Ende 2021 und wird durch die IG Kabarett abgewickelt.

Spektakel Wien mit Kritik und offenen Brief an Kaup-Hasler

Kritik von anderer Seite kommt zugleich an der gestern, Dienstag, verkündeten Kabarettförderung der Stadt Wien für neun Häuser. "Leider haben wir uns als Spektakel Wien zu früh gefreut, da die Vergabe absolut intransparent ablief und nur die großen Häuser mit den bekannten Namen in der Leitung zum Zug kommen", heißt es in einem offenen Brief an Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. "Dass wir als eine der ältesten Kleinkunstbühnen der Stadt komplett leer ausgehen, trifft uns hart." Mit Sommer habe man das Spektakel neu übernommen - "mitten in der Corona-Krise, trotz aller Widrigkeiten". Durch die Neuübernahme habe das Haus keinerlei staatliche Coronahilfen erhalten, da Neugründungen weder Fixkostenzuschuss bekommen noch Gelder aus dem NPO-Fonds. "Nur durch ein Crowdfunding und privates Erspartes haben wir das Spektakel durch den Lockdown gerettet".

Dass man nun als kleine unsubventionierte Bühne keine Standortförderung bekomme, sei "zutiefst empörend", zumal die Location für die freie Szene und den Kabarett-Nachwuchs "unabdingbar" sei. "Dass man nun drei Millionen Euro an neun Häuser verteilt, anstatt alle Kleinkunstbühnen in Wien zu fördern, ist uns unverständlich." Trotz der Coronakrise habe man jedoch mit dem "Spektakel Kulturherbst" ein neues Kulturfestival gestartet. "Wir würden Sie hiermit eindrücklich auffordern, die Auswahl Ihrer Standortförderung zu überdenken oder dem Spektakel zumindest auf andere Weise die Zukunft zu sichern und Wertschätzung entgegenzubringen. Sonst ist nach dem Ateliertheater das nächste kleine Theater in Wien tot."

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(APA/Red)

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