Fitness- und Sport-Betriebe in Wien bereiten sich auf Öffnung vor

Die letzten Vorbereitungen in der Fitnessbranche werden getroffen.
Die letzten Vorbereitungen in der Fitnessbranche werden getroffen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Mit dem 19. Mai sperren auch Fitnesscenter uns sonstige Yogastudios wieder auf. Die dafür zuständige Obfrau in der Wirtschaftskammer ist zuversichtlich, dass das Angebot auch genutzt wird.
Yoga-Studios kritisieren 20-m2-Regel

Auch in Wien bereiten sich jene Branchen, für die der Lockdown am morgigen Mittwoch endet, auf die Öffnungen vor. Sichtbares Zeichen sind etwa die allerorts durchgeführten Arbeiten an den Schanigärten. Doch auch die Freizeit- und Sporteinrichtungen sperren wieder auf. Deren Fachgruppenobfrau in der Wirtschaftskammer, Gerti Schmidt, zeige sich im APA-Gespräch optimistisch, dass das umfangreiche Angebot wieder genutzt wird. Gleichzeitig mahnte sie Begleitmaßnahmen ein.

Auch Fitness und Sport öffnet wieder

Schmidt ist für so unterschiedliche Branchen und Berufsgruppen wie Fitnesscenter, Sportplätze, Veranstaltungsagenturen und -organisatoren, Tanzschulen, Fremdenführer, Kartencasinos oder auch Reitställe zuständig. Die Mitglieder der Fachgruppe seien nach der langen Pause nun alle sehr motiviert, die Vorbereitungen würden zum Teil schon Wochen laufen, berichtete sie im Gespräch mit der APA. Nun würde die letzten Arbeiten durchgeführt. Ein wichtiger Punkt seien hier die Umsetzung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Diese sollten aber gleichzeitig nicht zu beherrschend sein, um Kunden nicht permanent mit der Pandemie zu konfrontieren.

Gehofft wird, dass die Wienerinnen und Wiener nach dem Lockdown nun wieder aktiv werden wollen. Sportliche Bewegung sei auch wichtig für das Immunsystem, gab sie zu bedenken. Dass viele Betriebe zunächst noch abwarten wollen mit der Öffnung, glaubt sie nicht. "Ich habe von niemanden gehört, dass er nicht aufsperrt", sagte sie. Viele würden den Betrieb öffnen und schauen, wie sich die Situation entwickelt - und dann bei Bedarf etwa Nachjustierungen beim Personaleinsatz vornehmen.

Schwierige Zeit für Yogastudios oder Tanzschulen

Dass es für manche Bereiche nicht einfach wird, davon ist sie aber ebenfalls überzeugt. Das betreffe etwa Betriebe, die ihr Geschäft nicht ins Freie verlagern können, also zum Beispiel Fitnesseinrichtungen oder Tanzschulen. Diese hätten in der warmen Jahreszeit ohnehin saisonal bedingt eine geringere Auslastung, nun komme auch Corona dazu. Auch die wohl noch länger ausbleibenden Touristen würden in einigen Branchen fehlen.

Kurzarbeit wird weiter ein Thema sein

Um hier die Firmen weiter zu unterstützen, plädierte Schmidt für gesetzliche und rechtliche Begleitmaßnahmen. Wichtig wären etwa weitere Stundungen, aber auch die Kurzarbeit werde künftig noch immer ein Thema sein, vermutet sie. "Denn Aufmachen und Geld verdienen, sind zwei verschiedene Paar Schuhe." Insgesamt seien die Förderungen aber bisher gut angekommen, befand sie. Die Unterstützung sei durchaus treffsicher gewesen.

Dass das vergangene Pandemiejahr nicht einfach war, liegt auf der Hand. In Mitgliederzahlen der Fachgruppe schlägt sich das aber nicht nieder - im Gegenteil. Laut Schmidt ist die Zahl der Mitgliedsbetriebe im Vergleich zu 2019 von 5.275 auf 5.335 gestiegen.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Fitness- und Sport-Betriebe in Wien bereiten sich auf Öffnung vor
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen