Fischer zu Stronach-Idee: Ablehnung der Todesstrafe ist ein "Reifezeugnis"

Bundespräsident Heinz Fischer äußerte sich zum Thema Todesstrafe, das Frank Stronach aufbrachte
Bundespräsident Heinz Fischer äußerte sich zum Thema Todesstrafe, das Frank Stronach aufbrachte ©AP
Frank Stronach sorgte dieser Tage mit seiner Forderung, die Todesstrafe für "Berufskiller" einzuführen, für einigen Wirbel. Nun meldete sich Bundespräsident Heinz Fischer in der Causa zu Wort - und begrüßte die breite Ablehnung des radikalen Vorschlags des Team Stronach-Chefs.
Stronach fordert Todesstrafe

“Es würde mir Sorgen machen, wenn er auch nur im Ansatz positives Echo damit ausgelöst hätte. Aber eine so eindeutige Ablehnung der Todesstrafe in allen Parteien und sogar in der Partei dieses Kandidaten, das ist ja geradezu ein Reifezeugnis”, sagte Fischer im Ö1-Mittagsjournal am Samstag.

Fischer begrüßt Abfuhr für Todesstrafe

Es sei erfreulich, dass dieser Vorschlag “in so eindeutiger Weise eine Abfuhr erleidet”, so Fischer. Die Todesstrafe sei in allen zivilisierten Staaten in Europa abgeschafft. “Diesen Konsens halten wir aufrecht und er ist in letzten Tagen in Österreich sogar gefestigt worden”, so Fischer.

Fischer kann Stronach nicht ernst nehmen

Gefragt, ob Stronach, der die Todesstrafe für “Berufskiller” forderte, mit solchen Aussagen noch ernst zu nehmen sei, sagte der Präsident: “Ich nehme Spitzenkandidaten grundsätzlich sehr ernst, aber es gibt auch welche, die alles dazu beitragen, dass man sie nicht ernst nimmt.”

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(apa/red)

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