Film- und Kinoevents in Wien: Die Vorschau für Juni

Die Kinos erwachen aus ihrem Coronaschlaf.
Die Kinos erwachen aus ihrem Coronaschlaf. ©APA
Die Cineplexx-Kinos sperren am 18. Juni wieder auf und kleinere Häuser sperrten in Wien schon Mitte Mai wieder auf. Das erwartet Sie in der Wiener Kinolandschaft im Juni.
Cineplexx öffnet wieder
Kinoprogramm für Wien

Schön langsam kommt Bewegung in die heimische Kinolandschaft: Nachdem kleinere Häuser und die Arthouse-Szene schon das Lockdown-Ende Mitte Mai fürs Aufsperren genutzt haben, steigt mit 18. Juni auch die Cineplexx-Kette wieder ins Filmgeschäft ein. Abseits des dadurch möglichen Blockbustergenusses gibt es im Juni aber allen voran die Gelegenheit, Festivalluft zu schnuppern und Versäumtes nachzuholen. Oder aber man lacht der Krise ins Gesicht.

Slash 1/2 in Wien (17. bis 20. Juni)

Zum Gruseln ist das Programm des Slash 1/2. Das "Festival des fantastischen Films" verspricht für seinen Kurzableger "deftige Szenen, bei dem Blut und Eiter nur so spritzen, ebenso wie subtilen Horror und Gesellschaftskritik" - also eine durchaus gewagte Mischung. Gezeigt werden u.a. Brandon Cronenbergs Sci-Fi-Thriller "Possessor", der Body-Horror-Streifen "Cyst" von Tyler Russell und "Mandibules" vom französischen Exzentriker Quentin Dupieux. Letzterer lässt mit seiner Komödie über eine Riesenfliege jeglichen Coronablues wohl flugs verpuffen.

Filmmuseum trotzt der Krise mit Komödien und Politik

Direkt mit dem Lockdown-Ende hat das Österreichische Filmmuseum in Wien seinen Spielbetrieb wieder aufgenommen und setzt u.a. auf Komödien gegen die Krise. Noch bis 15. August heißt es demnach "Wer zuletzt lacht..." und gibt es etwa Charlie Chaplin als "Great Dictator", Michel Gondrys "Be Kind Rewind" oder den "South Park"-Film zu sehen. "Radikaler politischer Film für die Massen" steht unterdessen noch bis 8. August am Spielplan, wenn eine Auswahl von Želimir Žilniks TV-Filmen der 1980er gezeigt werden. Eine Zusammenarbeit mit Diagonale und Crossing Europe ist die Premiere von Ulrike Ottingers "Paris Calligrammes" am 8. Juni, die in Wien, Graz und Linz über die Bühne geht. Und gemeinsam mit der Viennale widmet man sich dem "Recycled Cinema" (bis 23. Juli), also den "mannigfaltigen Ausprägungen des Found-Footage-Kinos". Weitere Premieren gibt es für "Vitalina Varela" von Pedro Costa (12. Juni) und "With Love - Volume One 1987-1996" sowie "Three Days, My Friend" von Michael Pilz (26. und 27. Juni).

Filmarchiv lädt zum Frühlingskino (19. Mai bis 27. Juni)

Schon seit 19. Mai läuft das Festival Frühlingskino des Filmarchiv Austria. Einerseits als Open-Air-Event im Augarten, andererseits im Metro Kinokulturhaus angesiedelt, steht bis 27. Juni das heimische Schaffen im Fokus. "Seit Monaten warten unzählige neue Arbeiten auf ihr verdientes Publikum, die wir mit diesem ersten Schritt nun endlich präsentieren können", wird Kurator Florian Widegger zitiert. Er hat sich etwa für Sandra Wollners "The Trouble with being born" oder dem Kassenschlager "Love Machine" entschieden, aber auch Patric Chihas Arbeit "Wenn es Liebe wäre" über Giselle Viennes Tanzstück "Crowd" ist zu sehen.

Netzhaut Ton Film Festival in Wiener Neustadt (18. bis 20. Juni)

Wie man trotz Coronapandemie ein neues Festival ganz ohne Ausfall hinbekommt, zeigt das Netzhaut Ton Film Festival in Wiener Neustadt. Nach der ersten Ausgabe vergangenen August, geht es nun Mitte Juni um "unverwüstliche Zerbrechlichkeit". Dieses Motto wurde für die Mischung aus Film, Konzert und Liveveranstaltungen heuer gewählt. Als Organisatoren stehen Schauspielerin Katharina Stemberger und Kameramann Fabian Eder hinter dem Programm, das etwa Tomas Vengris' "Motherland", Jasmila Žbanićs Oscar-nominierten Film "Quo Vadis, Aida?" oder "Wildland" von Jeanette Nordahl umfasst. Musikalisches liefern Mira Lu Kovacs, Benny Omerzell, Voodoo Jürgens mit Band sowie Lukas Lauermann und das charmante Doppel Ursula Strauss und Ernst Molden.

(APA/red)

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