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Feuerwehreinsatz nach Dachbrand in Wien-Simmering: Fünf Personen verletzt

16 Feuerwehrfahrzeuge waren am Einsatzort.
16 Feuerwehrfahrzeuge waren am Einsatzort. ©Leserreporter Thomas M.
Am Samstag standen 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem Wohnhausbrand in der Simmeringer Hauptstraße im Einsatz. In dem mehrstöckigen Gebäude waren Teile des Daches eingestürzt.
Bilder des Einsatzes
Großbrand in Wien-Simmering
Löscheinsatz der Feuerwehr

Ein Feuer im Dachgeschoß eines Mehrparteienhauses in Wien-Simmering hat sich am Samstag rasch ausgebreitet und zu einem Großbrand entwickelt. Teile des Daches stürzten ein. Ein Großaufgebot der Feuerwehr, der Rettung und der Polizei waren im Einsatz. Fünf Menschen wurden verletzt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Dachbrand in Wohnhaus in Wien-Simmering

Unter den Verletzten befanden sich eine 87-jährige Frau sowie eine vierköpfige Familie. Die Rauchsäule war kilometerweit in Wien zu sehen. Was die Brandursache ist, war am Samstag noch unklar. Das Feuer dürfte laut Feuerwehrsprecher Lukas Schimpf kurz nach 10.00 Uhr an der Gebäudeecke Simmeringer Hauptstraße/Enkplatz ausgebrochen sein.

Ein Funkwagen der Polizei hat den Rauch bemerkt und Alarm geschlagen. Binnen weniger Stunden war der gesamte Hausdachbereich in Flammen, was zum teilweisen Einsturz führte. Die Feuerwehr rief Alarmstufe 5 aus.

Dach eingestürzt: Feuerwehr gab Alarmstufe 5

180 Feuerwehrmänner standen mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. Drei Löschbereitschaften versuchten, mit zwei Drehleitern und zwei Teleskopmastbühnen über das Dach die Flammen zu bekämpfen, was ihnen bis zum frühen Nachmittag großflächig gelang. Allerdings werden die restlichen Lösch- bzw. Nachlöscharbeiten wohl noch Stunden dauern.

Das Haus sowie der Bereich rund um den Enkplatz wurden evakuiert. “Bitte meiden Sie das Gebiet”, schrieb die Wiener Polizei über Twitter, die mit 50 Beamten den Einsatz unterstützte. Dennoch hatten sich am Einsatzort, der zwischen Kopalgasse und Grillgasse großflächig abgesperrt war, zahlreiche Schaulustige eingefunden.

Fünf Verletzte bei Großbrand

Die Wiener Berufsrettung war ebenfalls mit einem Großaufgebot in Simmering und bekam Unterstützung von den Rettungsgemeinschaften des Arbeiter Samariter Bundes, des Roten Kreuzes, der Johanniter Unfall Hilfe und des Malteser Hospitaldienstes. Von der Polizei waren die Bereitschafteinheit, die Ordnungsdiensteinheit, die Landesverkehrsabteilung sowie Beamte aus den Bezirken Favoriten, Simmering und Landstraße im Einsatz.

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein vierstöckiges Wohnhaus mit zehn Stiegen, in dem an die 150 Wohnungen untergebracht sind. Im Erdgeschoß befinden sich auch Geschäfte, wie etwa eine Blumenhandlung.

Sperren für Verkehr und Linie 71

Der Einsatzbereich zwischen der Grillgasse und der Kopalgasse war für den gesamten Verkehr gesperrt, vermeldete der Autofahrerklub ARBÖ. Auch der Betrieb der Straßenbahnlinie 71 wurde laut Wiener Linien eingestellt und fuhr nur zwischen Börse und St. Marx sowie zwischen Grillgasse, Enkplatz und Zentralfriedhof 3. Tor.

Erst Freitagabend hatte die Feuerwehr einen Großeinsatz in Wien, nachdem in einem Hotel in der Leopoldstadt im Keller ein Brand ausgebrochen war.

Feuerwehr kämpft gegen Ausbreitung

Bei dem Brand ist am späten Nachmittag weiter kein Ende in Sicht gewesen. Laut Lukas Schauer, Sprecher der Berufsfeuerwehr, hatte sich das Geschehen in die Sedlitzkygasse verlagert. “Wir haben in der Sedlitzkygasse eine Riegelstellung gesetzt, um ein Ausbreiten des Feuers auf das Nachbargebäude zu verhindern.”

Der Brand war am Vormittag vermutlich im Dachgeschoß des Wohnhauskomplexes ausgebrochen, der von der Simmeringer Hauptstraße über die gesamte Seitenfront des Enkplatzes bis in die Seditzkygasse reicht. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass der Brand in der Nähe des Ecks Enkplatz-Simmeringer Hauptstraße ausgebrochen war und sich nach und nach über das gesamte Dachgeschoß des Wohnhauses ausgebreitet hatte.

Die Berufsfeuerwehr hielt “Alarmstufe 5” weiter aufrecht. Nach wie vor waren 180 Mann mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. Die Löschgruppen wurden laufend ausgewechselt. Teile der dienstfreien Mannschaften wurden einberufen, dazu kamen Freiwillige Feuerwehren aus Niederösterreich, die ihre Wiener Kollegen auf diversen Hauptfeuerwachen ergänzten und für Einsätze abseits des Simmeringer Brandgeschehens zur Verfügung standen.

(APA/Red)

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