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Festival Wien Modern hält an Oktober-Termin fest

Festivalchef Bernhard Günther sieht die coronabedingten Umplanungen pragmatisch.
Festivalchef Bernhard Günther sieht die coronabedingten Umplanungen pragmatisch. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Insgesamt 32 Spielstätten sollen bei der 33. Ausgabe des Wien Modern Festivals bespielt werden. Das Programm wurde am Dienstag vorgestellt.

Das Neue-Musik-Festival Wien Modern stemmt sich gegen die Corona-Unbilden: Man möchte die 33. Ausgabe am 29. Oktober ungeachtet der absehbaren Pandemieeinschränkungen starten - mit einem großen Talon an neuen Werken, die am Dienstag in einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Und die Zahl der Spielstätten des bis 29. November laufenden Festivals wurde sogar auf einen Rekordwert von 32 gesteigert.

"Wir sind jetzt bei Plan S - und wir werden es bis Plan Z auch noch schaffen", zeigte sich Festivalchef Bernhard Günther pragmatisch angesichts der dank Corona notwendigen Umplanungen: "Wir haben das Mosaik geschätzte 20 Mal gelegt und wieder zerkloppt."

Trotz Corona neuer Rekord bei Festival-Spielstätten

Statt einer kleinen Handvoll großer Orte setzt man nun jedenfalls lieber auf eine große Handvoll kleiner Orte - vom Reaktor bis zum Sirene Operntheater, vom WUK bis zum Setzkasten. Die gewohnten, etablierten Spielstätten wie Musikverein oder Konzerthaus sind aber weiterhin mit dabei. "Diese Vielfalt ist Wien Modern", freute sich Günther. Ziel sei, dem Publikum das Gefühl zu vermitteln: "Man kann auch in Pandemiezeiten in aller Ruhe in ein Konzert gehen."

Da helfe es, dass viele Formate - rein zufällig, wie Günther betonte - pandemietauglich seien. Das gilt etwa für Edu Haubensacks Konzert für elf Klaviere im ausgeräumten Konzerthaussaal am 31. Oktober, einen Künstleratelierrundgang am 7. und 8. November zu experimentellen Instrumentenbauerinnen und -bauern oder ein Konzert von Klaus Lang im Stephansdom, bei dem er die Wiener Symphoniker in der Kirche verteilt. Überhaupt bilden weitere Orgelkonzerte einen kleinen Schwerpunkt im heurigen Wien-Modern-Reigen. Und auch die Bespielung des gesamten Kunsthistorischen Museums am 28. November durch Georg Friedrich Haas, der dabei auf 70 historische Musikinstrumente setzt, fällt in die Kategorie der Coronakompatibilität.

Stimmung nicht von Corona verderben lassen

Insgesamt behält man nicht nur bei den Spielorten, sondern auch thematisch die hohe Schlagzahl bei und hat 57 Uraufführungen und 28 Erstaufführungen programmiert. Die Festivaleröffnung mit dem RSO bringt am 30. Oktober im Konzerthaus etwa neue Werke von Hugues Dufourt und German Toro Perez, während im Musikverein am 6. November das RSO mit dem "Claudio Abbado Konzert" einen neuen Versuch startet, Sofia Gubaidulinas "Der Zorn Gottes" uraufzuführen, woran organisatorisch andere Klangkörper schon gescheitert sind.

Der heurige Erste Bank Kompositionspreis geht an den Wiener Matthias Kranebitter, den das Klangforum am 18. November würdigt. Und eine vollends verstimmte Klavierlandschaft präsentiert sich am 21. und 22. November im Reaktor, der vom Mondrian Ensemble, dem Duo Hedda und der Tiptoe Company bespielt wird.

Angesichts all dessen will sich Günther die "Stimmung" - so auch das doppeldeutige Motto der heurigen Ausgabe - nicht von Corona verderben lassen: "Wir machen das Beste draus." Dazu gehören auch Kuriositäten wie ein nach Schnaps riechendes Desinfektionsmitteln aus steirischem Obstbrand. Einen Rückschlag hingegen gibt es für die Freunde des bisherigen Generalpasses. Diesen musste man streichen und durch einen "Personalpass" ersetzen, der personalisiert ist, um die Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen.

(APA/Red)

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