Feinstaubbelastung zu Silvester: Verwirrung um Schadstoffausstoß

Verwirrung um die Schadschoffwerte beim Silvesterfeuerwerk.
Verwirrung um die Schadschoffwerte beim Silvesterfeuerwerk. ©pixabay.com/nguyentuanhung
Der Österreichische Verein für Kraftfahrzeugtechnik behauptet, dass durch Silvester-Feuerwerke soviel gesundheitsschädlicher Feinstaubproduziert produziert werde, wie durch den Straßenverkehr in einem ganzen Jahr.

Laut dem Österreichischem Verein für Kraftfahrzeugtechnik (OEVK) wird durch Silvester-Feuerwerke soviel gesundheitsschädlicher Feinstaub in Form von PM10 produziert, wie durch den Auto- und Lkw-Verkehr in einem Jahr, so der ARBÖ per Aussendung am Donnerstag. Dem widersprechen die offiziellen Zahlen der Österreichischen Luftschadstoffinventur, wo der Straßenverkehr rund das 16-fache erzielt.

Der OEVK kam unter Berufung auf eine Studie auf rund 400 Tonnen Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von unter zehn Mikrometern (PM10) – sowohl bei Pkw und Lkw wie auch beim Silvesterfeuerwerk. Anders sind die Ergebnisse der Luftschadstoffinventur aus dem Jahr 2015: Demnach wurden im Jahr 2014 aus dem gesamten Straßenverkehr, das heißt inklusive Reifen- und Bremsabrieb und Kraftstoffexport, 5.025 Tonnen PM10 emittiert, bei Feuerwerken kam man hingegen insgesamt auf rund 300 Tonnen PM10 in diesem Jahr, berichtete das Umweltbundesamt auf Anfrage der APA.

Feinstaubbelastung zu Silvester: Das gibt der Verkehrsclub zu bedenken

Relativ hohe Feinstaubwerte durch Raketen oder Böller ergeben sich in beiden Fällen. Der Sprecher des Verkehrsclub Österreich, Christian Gratzer, gab aber zu bedenken, dass es einen Unterschied mache, ob man einmalig einer größeren Belastung durch Feinstaub ausgesetzt ist – oder im Falle der durch den Straßenverkehr verursachten Partikel – das ganze Jahr über.

Der Automobilklub ARBÖ kritisierte im Zusammenhang mit der Feinstaubproduktion durch Feuerwerke, “dass einerseits die Autoindustrie aufgrund immer strenger werdender Abgasnormen ständig neue Umweltschutztechnologien entwickeln muss, während andererseits Unmengen von Schadstoffen in einer einzigen Nacht freigesetzt werden”, so dessen Generalsekretär Gerald Kumnig.

(APA, Red.)

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