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Fassadenbegrünungen sollen Wien im Sommer besser abkühlen

50 Häuser in Innerfavoriten werden zum Testgebiet für die neuen Bepflanzungsmodule.
50 Häuser in Innerfavoriten werden zum Testgebiet für die neuen Bepflanzungsmodule. ©bilderbox.com (Sujet)
Damit die Wiener im Sommer weniger schwitzen müssen, sollen bepflanzte Fassaden beim Abkühlen der Stadt helfen. In Wien-Favoriten startet man diesbezüglich mit "50 grüne Häuser" ein Pilotprojekt.

Im heurigen Sommer wurde es einmal mehr deutlich: Der Klimawandel lässt vor allem die Stadtbewohner zunehmend schwitzen. Wien will nun mit mehr Fassadenbegrünungen gegensteuern. Dafür entwickelt die Stadt fixfertige Bepflanzungsmodule, die Hauseigentümern einen günstigen und unkomplizierten Einsatz ermöglichen sollen. Als Pionierareal wurde Innerfavoriten auserkoren.

Pilotprojekt “50 grüne Häuser” in Wien-Favoriten

“50 grüne Häuser” heißt das im 10. Bezirk angesiedelte Projekt einigermaßen selbsterklärend. Demnach sollen ab kommenden Sommer und bis 2021 50 dieser neuen Module im Zielgebiet zwischen Reumannplatz, Gudrunstraße, Südosttangente und Laaer-Berg-Straße installiert werden. Der Prototyp der Bepflanzungsmodule soll bis Februar abgeschlossen sein, im Frühjahr startet dann die Bewerbungsphase, in der sich interessierte Häuser melden können, erklärte Jürgen Preiss von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) am Montag bei einem Hintergrundgespräch.

Das soll aber nur der Anfang sein. Denn die Sets sollen ab 2020 möglichst breit im ganzen Stadtgebiet ausgerollt werden. Der Plan: Verschiedene Modelle sollen zur Auswahl stehen, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden. Laut Preiss gibt es nämlich diverse Aspekte zu beachten: “Wie hoch sind die Kosten? Welche Pflanzen und Substrate sind geeignet? Welche Kletterhilfe und Pflege brauche ich? Wie sieht es mit den Nachbarn aus? Kann die Gehsteigbreite eingehalten werden?” All diese Fragen sollen im geplanten Modul-Gesamtpaket inklusive Wartungskonzept beantwortet werden.

Begrünungssets für Fassaden sollen Wien beim Abkühlen helfen

Die positive Wirkung begrünter Fassaden sei längst bekannt, sagte Susanne Lins von “tatwort” – zuständig für die Konsortialführung des Projekts. Demnach reduzieren sie die gefühlte Temperatur um bis zu 13 Grad, verhindern das Aufheizen von Bauwerken, binden Feinstaub, schlucken Verkehrslärm und erhöhen den Wohlfühlfaktor. Es stelle sich also die Frage, warum die Stadt noch immer so grau sei. Lins’ Antwort: “Es gibt noch keine simplen straßenseitigen Begrünungsmodule, die leistbar und einfach einzusetzen sind”, so ihre Analyse.

Dank einfacher Genehmigungen und geplanten Kosten von weniger als 2.000 Euro pro Modul – mit diesem können in etwa acht Quadratmeter Flächen begrünt werden – soll sich das ändern und Hausbesitzer für mehr Grün an den Gebäuden motiviert werden. Wobei Preiss einräumte, dass nicht alle Fassaden geeignet seien. Aber bei Gründerzeithäusern könnten durchschnittlich rund 20 Prozent der Brutto-Fassadenfläche (hier sind beispielsweise die Fenster mitgerechnet) bepflanzt werden. Bei modernen Gebäuden könne der Anteil auch bis zu 50 Prozent gehen.

Gespräche mit Wiener Wohnen laufen bereits

Geht es nach der Projektleitung, soll die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. So sei man etwa mit Wiener Wohnen schon in Gesprächen, welche Gemeindebauten für das Vorhaben geeignet sind.

Wie das Bepflanzungsmodul heißen wird, ist im Übrigen noch unklar. Dafür hat man einen Namensgebungswettbewerb gestartet. Vorschläge sind bis 30. November unter einreichen@50grünehäuser.at erwünscht.

(APA/Red)

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