Fasching

FASCHING

Lustig und doch christlich, uralt und auch heidnisch, meint der Vierjahreszeiten-Narr Merlot und fand einige Adressen, die Vorfreude auf die bunte fünfte Jahreszeit machen!

 

Eigentlich gibt es keine hintergründige Geschichte über den Wert und das Entstehen rund um den . Einige meinen, vor 100 Jahren wurde er von einer umtriebigen und noch nicht ganz in den Krisen des Glaubens steckend katholischen Kirche inszeniert, mit ihren Mitgliedern, jenen Christen.
Auch wir feierten das Winteraustreiben. Sie glaubten ebenfalls, dass während des Winters böse Geister und Dämonen die Herrschaft führten. Um diese Mächte zu vertreiben und dabei nicht erkannt zu werden, versteckten sie ihre Gesichter hinter Masken. Sie schrieen und machten Krach mit Lärminstrumenten – wie noch heute Singen, Lärmen und Saufen zum gehören. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtet über einen Umzug zu Ehren der Meeresgöttin Nerthus, der Mutter der Erdgöttin Freya, die mit einem Kultwagen in Schiffsform mit Kuhgespann durch die Straßen gezogen wurde. Wo immer der Wagen mit der Göttin vorbeikam, herrschten Freude und ausgelassenes Treiben. Dieser heidnische Umzug wurde auch noch lange nach der Christianisierung abgehalten. Zwischen Rom und dem Rheinland vertrieben die Alemannen den Winter mit Maskenspiel, Trommeln, Pfeifen, selbst geschnitzten Masken und wilden Vermummungen und Tänzen. Sie ließen sich von den Bräuchen der Römer nicht beeindrucken, das ist bis heute so geblieben. Betrachtet man z.B. die traditionellen Maskierungen beim in einigen Regionen, so scheint sich die ursprüngliche Winteraustreibung kaum geändert zu haben.
Irgendwann zwischen Winter und Frühling, bei uns spätestens nach dem Dreikönigstag, wenn irgendwann der Tannenschmuck aus den Wohnzimmern verbannt worden ist, passiert es: die Erde, sonst immer verlässlich in ihrer Rotation, dreht sich einen Tick zu viel, schon ist sie verdreht, der Globus hat einen „Schwipps”. Erwachsene, oder besser fast erwachsene Menschen feiern ausgelassene Sitzungen und verkleiden sich, wie zu besten Kinderzeiten, sie entmachten Obrigkeiten und Hierarchien werden kurzerhand außer Kraft gesetzt. Es wird viel Alkohol getrunken und fettreiches Gebäck gegessen, scheinbar unsinnige Lieder werden Arm in Arm geschmettert und Unsinnsreime werden vorgetragen. Hier ist normal, wofür man in der restlichen Zeit des Jahres mehr als schief angesehen würde. Vor allem in den närrischen Hochburgen Ebensee, Bad Ischl, Bad Goisern und Teilen vom Salzburgerland, sowie beim Nachbar: Düsseldorf, Mainz, Mannheim, München stehen die Menschen Kopf. Auch außerhalb der deutschen Sprachlage feiern und lachen  die Menschen zu Karneval: Venedig, Basel, Rio de Janeiro… bei Samba und Co.!

TopTipps zum Abfeiern mit oder ohne Maskerade:


Autor: max von merlot, Foto: max von merlot

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