Fan-Arena Kaiserwiese ohne "UEFA-Bier"

Die Public Viewing Zone auf der Kaiserwiese im Wiener Prater gibt sich bei der EM durchwegs patriotisch: Bilder 

Anstatt Bier vom offiziellen dänischen UEFA-Partner Carlsberg auszuschenken, vertraut man dort ausschließlich auf Ottakringer Braukunst. Gemäß den UEFA-Kriterien dürfe die heimische Marke auf dem gesamten Areal jedoch nicht beworben werden, sagte Barbara Glowotschnig vom Veranstalter ip-media.

“Wegen der Vorschriften wird es keine Banner, Schriftzüge, Logos oder andere Brandings von Ottakringer geben”, kündigte Glowotschnig an. Der börsennotierte Brau-Konzern selbst wirbt auf seinen Flaschenetiketten und Verpackungskartons seit einiger Zeit mit dem Slogan “inoffizielles Fanbier”. Ein Krügerl (0,5 Liter) wird im Prater vier Euro kosten. Das Softdrink-Sortiment kommt aber auch dort vom Coca-Cola-Konzern, einem der EM-Hauptsponsoren.

Die Aufbauarbeiten für das “echte” Public Viewing (nach UEFA-Kriterien, Anm.) auf der Kaiserwiese starteten am 26. Mai. Ab 4. Juni – drei Tage vor dem EM-Anpfiff - war das 6.000 Menschen fassende Areal dann fürs kollektive Fußball-Schauen gerüstet.

Geöffnet hat das Fan-Areal bei freiem Eintritt täglich von 15.00 Uhr bis 1.00 Uhr. An Spieltagen werden die Matches auf einer 40 Quadratmeter großen Videowall gezeigt. An den beiden fußballfreien Tagen (23. und 24. Juni) versprechen die Veranstalter Übertragungen von aufgezeichneten Konzerten heimischer Pop-Acts wie Peter Cornelius, Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich.

Apropos Bier: Ebenfalls kein Carlsberg wird es im Public Viewing Areal in der BA-Halle im Gasometer geben. Ob die Ottakringer Brauerei oder die Brauunion zum Zug kommt, sei noch nicht endgültig entschieden, so die Organisatoren. Preislich wolle man sich an einer Marke von 3,50 Euro für “eine Halbe” orientieren.

Grundsätzlich sind nur die Ausrichter der offiziellen Fanzonen in den acht Host Citys vertraglich verpflichtet, ausschließlich Produkte der UEFA-Partnerfirmen zu verkaufen. Public Viewing Zonen, die mit Bildschirmen mit über drei Metern Durchmesser ebenfalls als UEFA-Fanbereiche gelten, steht es hingegen frei, mit anderen Sponsoren zu kooperieren. Die Auflagen verbieten allerdings jede Werbepräsenz an Ort und Stelle.

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