Familien der Djindjic´ Mörder verlieren Eigentum

Die Familienangehörigen der zwei einstigen Bosse der sogenannten Zemun-Mafia, die im März 2003 an dem Attentat auf den Premier Serbiens Zoran Djindjic direkt beteiligt waren, haben den Prozess um ihr Grundstück in Belgrad verloren.

Der Bauplatz, auf welchem die Mafiabosse Dusan Spasojevic und Mile Lukovic in den späten 90er Jahren ihre Familienhäuser und ein Kaufzentrum errichtet hatten, wurde laut Gerichtsurteil durch Gelder aus Straftaten erworben. Konkret solle es sich um Entführung und Rauschgifthandel gehandelt haben.

Die ohne entsprechende Baugenehmigung errichteten luxuriösen Villen der Mafiabosse und ihr Kaufzentrum wurden nach dem Attentat auf den Premier Djindjic abgerissen. Die Mafiabosse kamen kurz danach bei einem Festnahmeversuch ums Leben. Die Witwen der Mafia-Bosse verklagten den Staat und forderten eine Entschädigung in Millionenhöhe.

Die Beschlagnahmung des durch die Organisierte Kriminalität erworbenen Eigentums wurde in Serbien erst durch ein Gesetz ermöglicht, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. Es wird auch an die zurückliegenden Fälle angewandt, in welchen ein rechtskräftiges Urteil weiterhin ausständig ist. Gemäß früheren Angaben des Staatssekretärs im Justizministerium, Slobodan Homen, sind derzeit rund 200 Verfahren zur Beschlagnahmung solchen Eigentums im Wert von mehr als 100 Millionen Euro im Gange.

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