Falscher "Wiener Polizist" entlockte betagten Grazern mit Unfalltrick Geld

Unbekannte entlockten betagten Grazern mit dem Unfalltrick Geld - vorgeblich war der Anrufer ein Polizist aus Wien
Unbekannte entlockten betagten Grazern mit dem Unfalltrick Geld - vorgeblich war der Anrufer ein Polizist aus Wien ©Pixabay (Sujet)
Wenn man glaubt, die Polizei aus Wien am Hörer zu haben: In Graz ist nach längerer Zeit wieder ein betagtes Ehepaar (94 bzw. 80 Jahre alt) auf den Unfalltrick hereingefallen.
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Beim Unfalltrick wird den Opfern per Telefon vorgemacht, Angehörige hätten einen Verkehrsunfall verursacht, es müsse eine Kaution bezahlt werden, sonst wanderten diese ins Gefängnis. Das Ehepaar übergab einer "Botin" Geld. Bei einem anderen Versuch ging eine 80-jährige Grazerin am Montag nicht auf die Forderungen ein, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

"Polizist aus Wien-Josefstadt" berichtete von angeblichem Unfall

Das Grazer Ehepaar war am Montag gegen 15.00 Uhr angerufen worden. Ein Mann gab an, dass er ein Polizist aus Wien-Josefstadt sei. "Ihre Tochter und der Schwiegersohn sind in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die beiden müssen nun eine Haftstrafe von 14 Tagen antreten. Außer, Sie begleichen eine Kaution", sagte der Unbekannte.

Um die betrügerische Absicht zu untermauern, hörte man im Hintergrund eine männliche und eine weibliche, weinende Stimme mit dem Wortlaut: "Hilf mir, Mutti." Letztlich fiel das Ehepaar auf die Täter herein. Eine Frau - rund 25 Jahre alt und von südländischer Typus, bekleidet mit einem langen schwarzen Kleid - kam wenig später zur Wohnungstüre der beiden Senioren und nahm das Geld in Empfang.

80-jährige Grazerin fiel nicht auf "Professor" herein

Bei einem weiteren Betrugsversuch in Graz gegen 20.00 Uhr blieb eine 80-jährige Grazerin misstrauisch. Hier stellte sich der Anrufer als "Professor" vor. Die Tochter hätte eine Kopf- und Knieverletzung. Sie würde sich im Krankenhaus befinden, für die Behandlung fehle ihr aber das Geld fehlen. Dieses sollte die Seniorin an den Betrüger übergeben. Weiters fragte der "Professor", ob die Frau Goldbarren zu Hause habe. Daraufhin beendete die Grazerin das Telefonat.

Verdächtige Anrufe: Verhaltenstipps der Polizei

Die steirische Polizei warnt speziell ältere Menschen vor solchen Betrugshandlungen. Man solle solche Telefonate sofort abbrechen, die Polizei hebt niemals Kautionen wegen angeblichen Unfällen von Verwandten ein. Danach möge man umgehend Anzeige über den Polizeinotruf 133 erstatten.

Ferner solle man keinen persönlichen Treffen zustimmen und keine sensiblen Daten bekanntgeben. Weiters sollte man Angehörige und Bekannte informieren, die möglicherweise von solchen Betrugshandlungen noch nichts gehört haben und mögliche Opfer werden können.

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(APA/Red)

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