Falscher Polizist brachte 83-Jährige in Wien um ihre Ersparnisse

Die echte Polizei nimmt niemals die Ersparnisse von irgendjemandem in Verwahrung
Die echte Polizei nimmt niemals die Ersparnisse von irgendjemandem in Verwahrung ©APA (Sujet)
Vergangene Woche wurde eine 83-jährige Frau in Wien-Döbling Opfer eines Trickbetruges. Ein falscher Polizist jagte ihr Angst vor angeblichen Einbrechern ein und brachte die Frau um eine sechsstellige Geldsumme.
Warnung vor "falschen Polizisten"
Trickbetrug: Sieben fiese Maschen

Eine 83-Jährige ist in Wien-Döbling Opfer von Trickbetrügern geworden, die sich als Polizisten ausgaben. Bargeld und Gold, das die Frau zuhause hatte, im deutlich sechsstelligen Bereich ist weg. Laut Polizeisprecher Marco Jammer rief einer der Täter die in Grinzing wohnende Pensionistin am 16. Februar gegen 14:00 Uhr an und gab sich als dienstführender Beamter des Landeskriminalamtes aus.

Opfer in Angst vor Einbrecherbande versetzt

Er machte der 83-Jährigen weis, dass die Polizei eine rumänische Einbrecherbande eingesperrt hätte, aber zwei Mitglieder der Gruppe noch auf freiem Fuß seien und weitere Taten planten. Dabei hätten sie die Wohnung der 83-Jährigen ins Visier genommen. Sie würde daher gut daran tun, ihr Bargeld und anderen Wertgegenstände der Polizei auszuhändigen.

Die Frau packte daraufhin eine Reisetasche mit rund 10.000 Euro Bargeld und Gold im Wert eines sechsstelligen Betrages.

Reisetasche mit Ersparnissen für Betrüger vor die Tür gestellt

Die Tasche stellte sie vor die Tür. Die Täter verwickelten die Frau erneut in ein Telefongespräch, während ein Bandenmitglied die Tasche mitgehen ließ. Dass sie betrogen worden war, kam der älteren Dame erst am nächsten Tag in den Sinn.

Der "Kriminalpolizist" meldete sich, anders als vereinbart, nämlich nicht mehr. Die 83-Jährige verständigte daraufhin die echte Polizei.Reisetasche mit Ersparnissen für Betrüger vor die Tür gestellt

Wiener Polizei warnt vor Trickbetrug

Die Wiener Polizei machte in diesem Zusammenhang auf einige Punkte aufmerksam:

  • Die Polizei verwahrt niemals Geld oder Wertgegenstände.
  • Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie 133.
  • Nennen Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen.

Wie schnell man selbst zum Opfer werden kann, wie die Täter denken, wie man sich davor schützt und wie die Polizei gegen die Betrüger vorgeht, wurde in einem Video der Landespolizeidirektion Wien verdeutlicht (siehe oben).

(APA/Red)

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