Fallzahlen gehen zurück: Corona-Ampel tendiert zu gelb-grün

Die Fallzahlen gehen in ganz Österreich zurück.
Die Fallzahlen gehen in ganz Österreich zurück. ©APA/BARBARA GINDL
In ganz Österreich gehen die Corona-Fallzahlen zurück. Das wirkt sich auch auf die Corona-Ampel aus. Diese tendiert in ihrer Farbgebung nun bereits zu gelb-grün.

 Die Infektionszahlen gehen weiter nach unten und das lässt sich auch an der Corona-Ampel ablesen. Mit Salzburg hat sich am Mittwoch laut Aussendung der zuständigen Kommission ein zweites Bundesland zum Burgenland in die gelb-grüne Zone gesellt, die geringes Risiko ausdrückt. Auch Kärnten klopft schon an diesen Bereich an. Hohes Risiko (orange) gibt es nur in Tirol und Vorarlberg, mittleres Risiko (gelb) herrscht im Rest des Landes.

Corona-Ampel bekam fünfte Farbe

Vergangene Woche hatte man die Kriterien für die Farbgebung verändert, womit es jetzt schon fünf Farben auf der Ampel gibt. Neu ist die Kategorie für sehr geringes Risiko, die bis zu fünf Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern reicht - Farbe grün.

So gut sind die Werte dann doch noch nirgendwo. Das Burgenland mit einer Wochen-Inzidenz von 21,4 und einer risikoadjustierten Bilanz von 16,4 wurde aber eine zweite Woche in Folge wieder auf geringes Risiko, also gelb-grün geschalten. Salzburg ist nun ebenfalls in beiden Kategorien unter der Grenzmarke 25, womit auch dort hoch offiziell nur ein geringes Verbreitungsrisiko vorhanden ist. Kärnten unterschreitet die Marke zumindest in der risikoadjustierten Inzidenz, die auch Faktoren wie Alter der Patienten, Zahl der Tests und Ähnliches berücksichtigt.

Corona-Ampel in den Bundesländern

Außer den zwei westlichsten Bundesländern fallen alle anderen in den Bereich des mittleren Risikos, werden also gelb bemalt. Während Tirol immerhin bei der risikoadjustierten Zählung die Voraussetzungen für gelb erfüllen würde, verweilt Vorarlberg mit einer Wocheninzidenz von 87,4 und einer risikoadjustierten von 71,9 im Bereich des hohen Risikos, also orange. Der 14-Tage-Trend geht in allen Ländern abwärts. Beruhigend ist die Situation an den Intensivstationen, wo mit Ausnahme von Burgenland und Niederösterreich die Belegung im einstelligen Prozentbereich ist. Zuletzt lag sie bundesweit bei gut sieben Prozent, erwartet wird ein weiteres Sinken Richtung vier Prozent. Nur sieben Prozent der Neuinfektionen betreffen die Über-65-Jährigen. 76 Prozent dieser Altersgruppe haben zumindest eine Teilimpfung erhalten.

Die Zahl der asymptotischen Fälle liegt über das Land gerechnet bei 36 Prozent. In gut zwei Drittel aller Fälle (67 Prozent) ist die Infektionsquelle geklärt.

In der Steiermark und in Wien wird am meisten getestet

Eingespielt haben sich die Testungen, wo über Wochen Vorarlberg der Vorreiter war, da man ja im "Ländle" schon früher die Gastronomie über einen Test nutzen konnte. Mittlerweile haben sich die Zahlen mehr angeglichen. Bezogen auf die Einwohnerzahl wird aktuell in der Steiermark und in Wien am meisten getestet. Etwas zurück hängen Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Niederösterreich. Die Positivrate der Tests liegt bei nur noch 0,1 Prozent, in Salzburg, dem Burgenland, Wien und der Steiermark sogar darunter.

Bedenken hat die Kommission gegenüber nur selbst kontrollierten Heimtests. Diese sieht man allenfalls als Übergangslösung. Lieber sollten Anreize gesetzt werden, um den Impf-Fortschritt zu forcieren.

Freilich, überall ist die Entwicklung auch nicht positiv. In elf Bezirken bzw. Regionen gingen die Zahlen in den vergangenen Wochen nach oben, teils aber aufgrund davor extrem niedriger Zahlen. Mit Abstand die schlechteste Inzidenz hat der Bezirk Imst mit über 243, gefolgt von Dornbirn mit 122. Keine Infektionen gab es wieder einmal in Rust und diesmal auch in Reutte. Insgesamt sind laut Kommission bereits 29 Bezirke oder Regionen unter der Inzidenz 25, also im Bereich des geringen Risikos.

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(APA/Red)

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