Fall Kampusch wird neu aufgerollt

Der Fall Natascha Kampusch wird neu aufgerollt - die Ermittlungen sollen in wenigen Tagen wieder aufgenommen werden. Justizministerin Berger hat dies nach Besprechungen zwischen Innen- und Justizministerium entschieden.

“Das ist richtig”, bestätigte Berger-Sprecher Thomas Geiblinger gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung “Die Presse”.
“Was in der Zeitung steht, stimmt.”

Laut “Presse” will das Justizministerium ungeklärte Fragen wieder aufgreifen, die sich aus dem Bericht der “Kampusch-Kommission” ergeben haben, die unter der Leitung des früheren Verfassungsgerichtshofspräsidenten Ludwig Adamovich tagte. Dabei gehe es vor allem darum, ob tatsächlich nur eine Person oder doch mehrere Täter für die Entführung der damals Zehnjährigen verantwortlich waren.

Mehrere Besprechungen zwischen Innenministerium und dem Justizressort hätten zu diesem Entschluss geführt. Im Innenministerium dürfte an der Erstellung einer Sonderkommission mit neuen Ermittlern gearbeitet werden, so “Die Presse”. Die Ermittlungen könnten demnach voraussichtlich Ende nächster Woche starten.

Doch ein zweiter Täter?

Grundlage für die Ermittlungen ist laut “Presse” unter anderem die Zeugenaussage einer Zwölfjährigen, die die Entführung beobachtet und unmittelbar danach von zwei Tätern berichtete habe. Auch Einflüsse von Opferschutzorganisationen auf die Einvernahme Natascha Kampuschs führt die Tageszeitung als Grund an. Ernst H., Freund und Geschäftspartner des Entführers Wolfgang Priklopil, müsse mit einer neuerlichen Überprüfung seiner Person rechnen. Er habe laut seinem Anwalt seine Kooperation zugesagt.

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