Fahrzeug-Check vor dem Urlaub: Darauf sollte man achten

Vor der Urlaubsfahrt sollte man sein Auto überprüfen.
Vor der Urlaubsfahrt sollte man sein Auto überprüfen. ©Bildagentur Zolles KG
Sommerzeit ist Reisezeit: Bald beginnen die Ferien und viele Österreicherinnen und Österreicher werden sich mit dem eigenen Auto auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub machen.
So teuer sind Verkehrssünden im Ausland

Der ARBÖ rät vor Abreise einen genauen Blick auf den technischen Zustand des Fahrzeugs, damit die Urlaubsfreude nicht schon zu Beginn der Reise getrübt wird.

Flüssigkeiten

Vor Fahrbeginn sollten alle Flüssigkeiten (Motoröl, Bremsflüssigkeit und Scheibenputzmittel) kontrolliert werden und gegebenenfalls nachgefüllt werden. Fehlt Bremsflüssigkeit, diese unbedingt in einem ARBÖ-Prüfzentrum oder einer Fachwerkstätte nachfüllen lassen. Selbst nachgefüllt werden können Motoröl und Scheibenreiniger.

Beleuchtung

Ist die Beleuchtung am Auto mangelhaft, kann das sowohl in Österreich als auch im Ausland zu hohen Strafen führen. Das bedeutet: Alle Scheinwerfer und Blinker vor Abfahrt kontrollieren und bei Bedarf tauschen beziehungsweise tauschen lassen. Wichtig: In manchen europäischen Ländern (Tschechische Republik, Ungarn, Slowenien, Slowakei und Kroatien) ist das Mitführen von Ersatzlampensets (außer bei Autos mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern) vorgeschrieben.

Reifen

Zu beachten ist zudem der Zustand der Reifen. Grundsätzlich gilt in Europa eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter, diese darf nicht unterschritten werden. Außerdem sollte vor Urlaubsfahrten mit mehreren Passagieren und jeder Menge Gepäck aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts der Luftdruck in den Reifen angepasst werden. Wenn sich nämlich zu wenig Luft im Reifen befindet, kann sich der Treibstoffverbrauch erhöhen und das Bremsverhalten des Fahrzeugs verändern.

Klimaanlage

Im gesamten Klimasystem sammeln sich im Laufe der Zeit viele unliebsame Gefährten an, wie eine Untersuchung vom Institut IBO Innenraumanalytik aus Wien zeigt. Überprüft wurde der Filter einer fünf Jahre lang nicht gewarteten Klimaanlage: Im Laufe der Jahre haben sich 600.000 lebende Bakterien, 350.000 lebende Pilze und zigtausende lebende Hefen darin angesammelt. Viele dieser Mikrolebewesen gedeihen auch bei rund 37 Grad Celsius. Um die Zahl dieser unliebsamen Beifahrer im Zaum zu halten, sollte alle zwei Jahre Klimaanlage gewartet werden. Der Klimafilter und die Desinfektion sollten sogar jährlich oder alle 30.000 km gewechselt beziehungsweise durchgeführt werden.

Autobatterie

Hitze schadet nicht nur uns Menschen, sondern auch unseren Fahrzeugen. Extrem hohe Temperaturen sind für Autobatterien ebenso schädlich, wie Minusgrade im Winter. "Enorme Hitze kann in Batteriezellen zu einem Kurzschluss führen. Außerdem ist die Selbstentladung der Batterie ungleich höher als bei kühlerem Wetter", erklärt Erich Groiss, technischer Koordinator beim ARBÖ. Ein Batteriecheck im ARBÖ-Prüfzentrum untersucht die Leistungsfähigkeit der Batterie - so werden böse Überraschungen vermieden.

(red)

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