Fahrtipps für den Winter: Vorsicht bei rutschigen und eisigen Straßen

Vorsicht ist bei rutschigen und eisigen Straßen geboten - im Fahrsicherheitstraining kann man derlei üben
Vorsicht ist bei rutschigen und eisigen Straßen geboten - im Fahrsicherheitstraining kann man derlei üben ©Bildagentur Zolles KG
Nässe und Kälte machen den Autofahrern zu schaffen. Rutschige und teilweise eisige Fahrbahnen erfordern eine Anpassung des Fahrverhaltens - der ARBÖ gibt Tipps.
Fahren auf Autobahnen bei Schnee

Auch wenn es tagsüber jetzt wärmer wird, ist dennoch Vorsicht geboten: Es herrscht zwar keine Glatteisgefahr, aber durch den Nebel kann es trotzdem Reif geben.

Achtung: Längerer Bremsweg bei Eis und Schnee

Deshalb ist die Gefahr groß, dass sich an exponierten Stellen eine Eisschicht auf der Fahrbahn bildet. Der für die kommenden Tage angesagte Regen tut sein Übriges.

Aus diesem Grund gilt: "Bei veränderten Straßenverhältnissen sollte das Fahrverhalten an die Witterungs- und Sichtverhältnisse angepasst werden", rät Sebastian Obrecht vom ARBÖ. Bei rutschiger oder eisiger Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg um ein Vielfaches.

Tipps: So kommen Autofahrer sicher ans Ziel

Der ARBÖ gibt Tipps, damit Autofahrer sicher ans Ziel kommen:

  • Geschwindigkeit verringern: Der wichtigste Tipp lautet: Fuß vom Gas, langsamer fahren und den Abstand zum Vorderfahrzeug vergrößern. Bei nasser Fahrbahn sollte die Geschwindigkeit bereits um 30% verringert werden, bei Eisfahrbahn um 70%. Zusätzlich unterstützt das ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) den/die LenkerIn und verhindert innerhalb der physikalischen Grenzen ein Ausbrechen des Fahrzeugs. Des Weiteren soll vermehrt Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer (Radfahrer und Fußgänger) genommen werden, da sie oft schlechter erkennbar sind.
  • Falls das Fahrzeug doch ins Schleudern kommt: Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen versagen und das Auto gerät dennoch ins Schleudern: VOLL auf die Bremse (und Kupplung falls vorhanden) und in die gewünschte Richtung lenken. Sind keine Assistenzsysteme an Bord (ESP, ABS,…), sollte man sich bei schlechten Fahrbahnbedingungen äußerst defensiv im Verkehrsraum bewegen.
  • Im Rahmen eines Fahrsicherheitstrainings können Grenzsituationen sicher und mit Unterstützung eines Fahrsicherheitstrainers geübt und erfahren werden. Diese Trainings können - abhängig von den gesetzlichen Maßnahmen rund um Covid-19 - ganzjährig in einem der 3 Fahrsicherheits-Zentren des ARBÖ durchgeführt werden. Über die Website [www.ich-fahr-sicher.at] (http://www.ich-fahr-sicher.at/) können alle Informationen darüber eingeholt werden.
  • Richtige Ausrüstung: Das A und O im Winter sind die Winterreifen. Diese müssen die Kennzeichnung "M+S" oder ein entsprechendes Symbol aufweisen (dreigezacktes Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte) und eine Mindestprofiltiefe von 4 mm haben. Wer keine Winterreifen montiert hat, muss das Auto bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen stehenlassen. Außerdem sind eine ausreichend gefüllte Scheibenwaschanlage sowie funktionierende Scheibenwischer für eine gute Sicht unerlässlich. Natürlich sollte auch immer ein Besen und Eiskratzer mitgeführt werden, um vor Fahrtantritt das Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien.
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