Fahrräder für Frauenhäuser

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Verkehrsstadtrat Rudi Schicker und Justizministerin Bandion-Ortner übergaben heute, Mittwoch, dem Verein Wiener Frauenhäuser acht Kinder- und acht Damenräder. Die Fahrräder gehen aus dem Projekt "Rad-Ökoprämie 2009" hervor, das Stadtrat Rudi Schicker im Sommer initiierte. Dabei waren die WienerInnen aufgerufen, ihre gebrauchten, fahrtauglichen Fahrräder gegen eine Prämie von 70 Euro für den Kauf eines neuen Rades abzugeben. Die retournierten Fahrräder wurden vom Verein Neustart, der sich in der Integration von ehemaligen StraftäterInnen und in der Hilfe für Opfer engagiert, sicherheitstechnisch überholt und können jetzt wieder im Straßenverkehr genutzt werden.
zum Video...

“Tausend Wienerinnen und Wiener haben wir in Zusammenarbeit mit dem ARBÖ Wien dazu gebracht auf ein neues, sicherheitstechnisch besser ausgestattetes Fahrrad umzusteigen. Von den Gebrauchträdern profitierten vor allem soziale Einrichtungen und Sozialprojekte. Dass nach NEUSTART, Kolping, der Volkshilfe und einem Auslandsprojekt nun auch die Wiener Frauenhäuser runderneuerte Räder erhalten ist höchst erfreulich”, so der Initiator der Rad-Ökoprämien-Aktion 2009, Stadtrat Rudi Schicker.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger zeigte sich sehr erfreut über die Aktion: “Den Frauen und Kindern im Frauenhaus, die sich in einer extrem schwierigen Lebenssituation befinden, bringen die Fahrräder ein Stück Normalität und Mobilität zurück, für die Frauen ist das auch ein kleines Weihnachtsgeschenk”, so Frauenberger.

Martina-Ludwig Faymann, die Vorsitzende des Vereins Wiener Frauenhäuser bedankte sich für die Fahrräder: “Wenn Frauen und ihre Kinder in ein Frauenhaus flüchten müssen, können sie meist nur das Allernotwendigste mitnehmen. Daher ist es erfreulich, wenn wir den Bewohnerinnen und ihren Kindern Fahrräder leihweise zur Verfügung stellen können.”

“Es freut uns sehr, dass der Verein Neustart die Bewohnerinnen der Frauenhäuser und deren Kinder unterstützt. Wir sehen Täterarbeit als eine wichtige Ergänzung zum Opferschutz. Der Verein NEUSTART leistet hier einen wesentlichen Beitrag”, ergänzte die Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser Andrea Brem.

Zwtl.: Wiener Frauenhäuser – Schutz für Frauen seit über 30 Jahren

Die vier Wiener Frauenhäuser bieten Platz und Akutbetreuung für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder. 2008 boten sie 557 Frauen und 514 Kindern Schutz vor Gewalt. Zusätzlich hält der Verein Wiener Frauenhäuser 43 Übergangswohnungen für Familien bereit, die nicht mehr akut von Gewalt betroffen, aber noch immer auf Unterstützung angewiesen sind. 71 Frauen und 77 Kinder fanden im Vorjahr in diesen Wohnungen eine vorübergehende Bleibe. Die Wiener Frauenhäuser werden zur Gänze von der Stadt Wien finanziert. Vom Justizministerium erhält der Verein außerdem Fördermittel für die juristische und psychosoziale Prozessbegleitung.

Zwtl.: Leben ohne Kriminalität – der Verein NEUSTART hilft

“Leben ohne Kriminalität” – das ist das Motto von 600 hauptamtlichen und 850 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Vereins NEUSTART. Mehr als 44.500 Menschen betreut der Verein jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz. Der gewünschte Effekt: Rückfälle von ehemaligen StraftäterInnen werden drastisch reduziert und Opfer erhalten Schadenswiedergutmachung und eine Entschuldigung der TäterInnen. Aber auch in der Prävention engagiert sich der Verein. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Jugendarbeit. So wird seit mittlerweile 52 Jahren ein Beitrag zur öffentlichen Sicherheit in ganz Österreich geleistet. OTS

  • VIENNA.AT
  • Stadtreporter
  • Fahrräder für Frauenhäuser
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen