Facebook soll Mega-Börsengang planen

Facebook plant Medienberichten zufolge offenbar den Börsengang für 2012.
Facebook plant Medienberichten zufolge offenbar den Börsengang für 2012. ©dpa (Armin Weigel)
Facebook hofft bei dem im kommenden Jahr geplanten Börsengang einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Firmenbewertung von mehr als 100 Mrd. Dollar (74,9 Mrd. Euro).

Der weltgrößte Online-Treffpunkt erwäge derzeit, bei dem seit langem mit Spannung erwarteten Verkauf eines kleinen Firmenanteils 10 Mrd. Dollar einzunehmen, hieß es am Dienstag in einem Bericht des “Wall Street Journal”. Wie eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte, bereitet sich der Internetkonzern derzeit auf den Börsengang vor.

Facebook lehnt Stellungnahme ab

Facebook-Finanzchef David Ebersman habe die Pläne bereits mit Bankern besprochen, hieß es in dem Zeitungsbericht weiter. Firmengründer Mark Zuckerberg habe sich jedoch noch nicht für Details entschieden und könne seine Pläne auch noch ändern. Facebook habe firmenintern bereits einen IPO-Prospekt zusammengestellt und könne den Börsengang theoretisch jederzeit anschieben.

Einem Zeitungsbericht zufolge wolle Facebook zwischen April und Juni 2012 an die Börse gehen, so das “Wall Street Journal” unter Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Kreise. Facebook-Sprecher Larry Yu sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen beteilige sich an keinen “Spekulationen und lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Von privaten Investoren wurde Facebook zuletzt mit rund 80 Mrd. Dollar bewertet. Im Jänner bezifferte Goldman Sachs den Firmenwert noch auf 50 Mrd. Dollar, im Juni 2010 wurde das Internet-Phänomen noch auf 23 Mrd. Dollar taxiert.

Höhepunkt einer Serie von Internet-Börsengängen

Ein Börsengang von Facebook wäre allein wegen des Volumens der Höhepunkt der jüngsten Serie von Internet-Börsengängen. Die Bilanz dieser IPO fällt bisher jedoch ernüchternd aus: Die mit viel Tamtam an der Börse gestarteten Aktien des Schnäppchenportals Groupon kosten mittlerweile deutlich weniger als bei der Ausgabe. Auch bei dem Netzwerk LinkedIn und dem Musikdienst Pandora kosten die Aktien deutlich weniger als zu Beginn des Börsenhandels.

(APA)

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