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Experten sehen Tourismus noch bis 2021 in der Krise

Die Krise im Tourismus könnte noch bis zum Sommer 2021 dauern.
Die Krise im Tourismus könnte noch bis zum Sommer 2021 dauern. ©APA/BARBARA GINDL
Die Corona-Krise dürfte sich für den Tourismus nach Ansicht von Experten noch hinziehen. Die Grenzöffnung zu Deutschland macht der Branche jedenfalls Hoffnung.

Einer Umfrage des Innsbrucker Institute of Brand Management zufolge glauben 80 Prozent von 100 befragten Tourismusexperten, dass die Krise bis Sommer 2021 dauern wird. Ein Ende bis zum Beginn der heurigen Sommersaison halten nur 12 Prozent für möglich, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Instituts.

Krise im Tourismus könnte noch bis Sommer 2021 dauern

Befragt wurden im Rahmen der Studie 100 Experten - also Vorstände, Obmänner von Tourismusorganisationen, Geschäftsführer von Leitbetrieben (z.B. Seilbahnen), große Hotelbetreiber und Experten aus dem universitären Bereich - aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol. Für 69 Prozent der Experten liegt das betroffene Unternehmen bzw. ihre beobachtete Destination in Österreich.

"Wie groß diese Herausforderung ausfällt, darüber entscheidet nicht nur die zeitliche Dauer der Krise, sondern auch die Intensität der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie," so der Instituts-CEO Markus Webhofer. Eine Kombination aus einer langen Dauer der Krise gepaart mit "mäßigen Maßnahmen" sei von mehr als der Hälfte der Experten als wahrscheinlichstes Szenario eingestuft worden.

Grenzöffnung zu Deutschland macht Branche Hoffnung

Die heute angekündigte Grenzöffnung zu Deutschland sei allerdings "mehr als ein Hoffnungsschimmer, das ist ein enorm wichtiges Signal für die Branche", sagte Webhofer auf APA-Anfrage. "Der Umstand, dass die Information mit einem Monat Vorlauf kommt, gibt den touristischen Unternehmen die erforderliche Sicherheit", so Webhofer weiter. Das gebe den Betrieben etwas Zeit, die Öffnung auch vorzubereiten und dämme die Unsicherheit für die Hotelbetriebe etwas ein.

Deutschland sei heuer "mit Sicherheit der Hoffnungsmarkt für den österreichischen Sommer", so der Instituts-Chef. Jede weitere Grenzöffnung sei aber ein Gewinn: "Natürlich, je mehr Nahmärkte ihre Grenzen öffnen, desto besser."

Aktuelle Corona-Lage in Österreich

(APA/Red)

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