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Experten sehen Bodensee-Forellen gefährdet

Die Bodenseeforelle - ein Leben voller Hindernisse
Die Bodenseeforelle - ein Leben voller Hindernisse ©Pixabay
Ein wegen des Klimawandels stärker schwankender Bodensee-Wasserstand wird zur Gefahr.

Die Seeforelle gilt als Aushängeschild und Erfolgsgeschichte. Nachdem sie in den 80ern praktisch aus dem Bodensee verschwunden war, haben sich ihre Bestände wieder erholt. Nun aber drohen neue Gefahren - unter anderem als Folge des Klimawandels. Darauf machen zwei Organisationen in einer Kampagne aufmerksam, die sie rechtzeitig zur Laichsaison des Fisches lancieren.

Ein wegen des Klimawandels stärker schwankender Wasserstand des Bodensees droht nun zur neuen Gefahr für die Forellen werden.

Majestätischer Fisch

Bis zu 15 Kilogramm schwer und über einen Meter lang wird der majestätische Fisch. Die Seeforelle strotzt vor Kraft und von den Angelfischern wird sie gerne «Silberbarren» genannt. Die Bedeutung des Fisches geht weit über seine attraktive Erscheinung hinaus. Die Seeforelle gilt als «Flaggschiffart» für den Gewässerschutz am Bodensee und in seinen Zuflüssen. Die Ansprüche der Seeforelle an ihren Lebensraum sind nämlich weit grösser als jene der meisten anderen Fischarten. Seeforellen leben nur dort, wo die Wasserqualität gut ist, wo sie sich ungehindert zwischen See und Fluss bewegen können, wo sie zu geeigneten Laichplätzen aufsteigen können und wo die Lebensbedingungen für die Jungfische gut sind.

«Die Seeforelle ist ein hervorragender Indikator für den Zustand der Gewässer, in denen sie lebt», erklärt Konrad Rühl von der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF).
Heute ist der Zustand des Bodensees und der meisten seiner Zuflüsse wieder so gut, dass sie der Seeforelle einen geeigneten Lebensraum bieten.

Längere Trockenperioden mit niedrigem Pegelstand wie im vergangenen Jahr erschweren den Fischen jedoch das Erreichen ihrer Laichplätze. Beim Kraftwerk Reichenau am Alpenrhein seien 2018 statt der üblichen 800 nur rund 400 Seeforellen beim Aufstieg nach Graubünden in der Schweiz gezählt worden. Die Kommission forderte, künstliche Hindernisse in den Zuflüssen des Bodensees so zu sanieren, dass die Fische diese passieren können.

Wie sich die diesjährige Fischwanderung gestaltet, bleibt abzuwarten; die Wanderung der Seeforellen im Alpenrhein erreicht ihren Höhepunkt in der Regel gegen Ende Oktober.

Die IBKF hatte schon zu Beginn der 1980er Jahre fünf vor zwölf ein Seeforellen-Schutzprogramm gestartet.

Forelle war schon in 80ern stark bedroht

Der Bestand der bis zu 15 Kilogramm schweren Seeforellen im Bodensee war Anfang der 1980er Jahre wegen der schlechten Wasserqualität stark bedroht. Heute verfügt der Bodensee über eine gute Wasserqualität, die Bestände haben sich mit gezielter Aufzucht und der Einrichtung von Schongebieten in den vergangenen Jahrzehnten erholt.

Die Bodensee-Forelle - ein Leben voller Hindernisse

(APA)

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