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Experten: Händehygiene sollte fixer Bestandteil im Alltag werden

Händehygiene sollte auch künftig fixer Bestandteil im Alltag bleiben.
Händehygiene sollte auch künftig fixer Bestandteil im Alltag bleiben. ©APA/dpa/Rolf Vennenbernd
Die Händehygiene hat in der Coronakrise eine neue Bedeutung erlangt. Laut Experten sollte diese weiterhin ein fixer Bestandteil im Alltag bleiben.

Die in der Coronakrise neu gelernte Hygienekultur sollte auch darüber hinaus fixer Bestandteil des Alltags bleiben. Das betonte die Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) anlässlich des "Internationalen Tages der Händehygiene" am 5. Mai. Richtige Händehygiene könne zahlreiche Fälle von schweren Infektionen verhindern. Die WHO hebt heuer unter dem Motto "Sekunden retten Leben - Wasche Deine Hände" vor allem Hygiene im Gesundheitswesen hervor.

Händehygiene hat neue Bedeutung erlangt

In den vergangenen 14 Monaten der SARS-CoV-2-Pandemie habe Händehygiene in der breiten Öffentlichkeit eine neue Bedeutung und Aktualität bekommen. "Händehygiene ist viel stärker im Lebensalltag der Menschen verankert und es besteht mehr Hygienebewusstsein denn je zuvor. Das ist erfreulich, denn wer sich regelmäßig und gründlich die Hände wäscht, entfernt wirksam Krankheitserreger von den Händen und trägt damit zum Schutz für sich und andere bei", erläuterte ÖGARI-Präsident Walter Hasibeder.

Dass die regelmäßige und vor allem auch richtig durchgeführte Händehygiene zur Eindämmung von Infektionen unterschiedlichster Art eine zentrale Bedeutung hat, wird durch zahlreiche Studien belegt. So zeigte beispielsweise eine Untersuchung der London School auf Hygiene and Tropical Medicine, dass das Händewaschen mit Seife 84 Prozent gefährlicher Erreger auf den Händen beseitigt - bei Waschen mit Wasser alleine ist das nur bei 48 Prozent der Erreger der Fall.

Händehygiene: So funktioniert es richtig

Bei der richtigen Händehygiene sollten die Hände zunächst unter fließendes Wasser gehalten werden. Danach muss die Seife 20 bis 30 Sekunden lang verteilt werden - auf der gesamten Oberfläche der Hand, auch auf den Fingerkuppen und zwischen den Fingern, erläuterte die ÖGARI. Danach die Hand sorgfältig abspülen und abtrocknen und die Hände möglichst vom Gesicht fernhalten.

In Sachen Händedesinfektion betonte die Hautärztin Mahitab Khalifa, dass alle Desinfektionsmittel mit dem Begriff "begrenzt viruzid" gegen das Coronavirus wirksam sind. Gewarnt sei vor Begriffen wie "reinigendes Handgel" oder "Hygienegel" aus der Kosmetikindustrie. Diese Art der Produkte wirken nicht gegen Bakterien oder Viren, berichtete sie in einer Aussendung des Unternehmens Schülke in Österreich, das u.a. Desinfektionsmittel herstellt. Wirksame Desinfektionsmittel seien sogenannten Biozide, die niemals als "biologisch" oder "natürlich" beworben werden dürfen, erläuterte Khalifa.

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(APA/Red)

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