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Exfrau in Badewanne ertränkt

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Wegen Mordes an seiner geschiedenen Ehefrau musste sich am Mittwoch ein 54-jähriger Mann vor einem Wiener Schwurgericht verantworten.

Er soll am 14. April 2006 die um ein Jahr ältere Frau in ihrer Wohnung in der Dieselgasse in Favoriten attackiert und in der Badewanne ertränkt haben. Die 55-Jährige hatte sich von dem zu Gewalttätigkeiten neigenden Mann getrennt, eine eigene Bleibe und einen Job gesucht, was dieser laut Anklage nicht akzeptiert haben soll.

Die beiden waren nach der Scheidung in unregelmäßigem Kontakt geblieben. Ab und zu besuchte er sie. So auch am Karfreitag des heurigen Jahres. Er habe gegen Mittag ihre Wohnung betreten, sich von ihr massieren lassen, danach geduscht, etwas gegessen, mit ihr geplaudert und 30 Minuten später das Haus wieder verlassen, behauptete der Mann vor den Geschworenen. Da habe die Frau noch gelebt: „Ich habe mich noch verabschiedet von ihr.”

Als zwei Tage später die Tochter und der Schwiegersohn der 55-Jährigen die spärlich bekleidete Leiche in der halbgefüllten Badewanne fanden und die Polizei verständigten, entdeckten jedoch die Ermittler unter der Toten die Armbanduhr ihres Mannes. Der wurde daraufhin festgenommen. Mehrfach hatte die Frau zu Lebzeiten die Interventionsstelle für familiäre Gewalt in Anspruch genommen und Anzeige gegen ihren Ehemann erstattet. Ein Mal soll der 54-Jährige sogar versucht haben, sie vom Balkon zu stoßen. Arbeitskolleginnen begleiteten die Frau nach der Trennung wiederholt nach Hause, weil sie der Mann belästigt und bedroht haben soll.

Verteidiger Peter Philipp legte dar, sein Mandant könne dessen ungeachtet unmöglich der Mörder sein. Die Frau habe nachweislich noch am Karfreitag um 13.40 Uhr gelebt – zu diesem Zeitpunkt hatte sie ein längeres Telefonat mit einer guten Freundin beendet. Der 54-Jährige sei da längst am Weg nach Warschau gewesen, wo er um 0.25 Uhr eintraf: „Der Wagen und die Autonummer sind um diese Zeit registriert worden. Die Beweisstücke haben wir im Akt.”

Für die Fahrt von Wien nach Warschau benötige man mindestens zehneinhalb Stunden, verwies der Anwalt auf einschlägige Routenplaner: „Damit ist eindeutig bewiesen, dass er als Täter auszuschließen ist!”

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