Ex-Verlagschef fördert Museum mit 100.000 Euro

Geldregen für das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: Hanns-Jörg Dürrmeier, früherer Aufsichtsratschef des "Süddeutschen Verlags", unterstützt die Pläne zum Umbau des Museums im Salzburger Pinzgau mit 100.000 Euro. Eingefädelt wurde diese Spende durch die "Internationale Salzburg Association", wie am Donnerstag bei einem Pressegespräch bekannt gegeben wurde.


Eigentlich kennt man die “Internationale Salzburg Association” (ISA) vor allem durch den prunkvollen Gala-Empfang zu Beginn der Salzburger Festspiele. Doch diese Plattform für Freunde Salzburgs aus aller Welt bemüht sich auch darum, ihre knapp 50 Mitglieder für kulturelle Schätze in Stadt und Land zu begeistern. Rund 100 Projekte wurden seit der Gründung der ISA 1982 mit über drei Millionen Euro gefördert, darunter die Restaurierung der Faistauer-Fresken im Festspielhaus oder der Ankauf von Mozart-Autographen für die Internationale Stiftung Mozarteum. “Zudem fördern unsere Mitglieder auch selbst Projekte in Salzburg”, betont ISA-Präsident Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Einer dieser privaten Förderer ist Hanns-Jörg Dürrmeier, der bei einem Ausflug auf das Museum in Leogang und dessen gotische Kunstschätze aufmerksam wurde. “Ich dachte, eine Spende von mir könnte helfen, weitere Förderer zu finden”, erläutert der gebürtige Münchner und Wahl-Salzburger die Beweggründe für sein Engagement. Die Fördersumme fließt in den Ankauf des benachbarten Wehrturms, dessen Umbau allerdings zwei Millionen Euro kosten würde.

Leogang soll zu einem gotischen Kunstzentrum Mitteleuropas werden. Geplant ist unter anderem eine unterirdische Erweiterung des Museums auf insgesamt 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das örtliche Bergbaudorf “Hütten” soll in ursprünglicher Form erhalten bleiben. Aktuell zeigt das Museum noch bis Ende August eine international viel beachtete Sonderausstellung mit seltenen gotischen Löwen-Madonnen. Museumskustos Hermann Mayrhofer rechnet mit 8.000 Besuchern in vier Monaten Ausstellungsdauer.

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