Ex-UCI-Chef Verbruggen bestritt Armstrong-Vorwürfe

Glaubwürdigkeit von Armstrong wird angezweifelt
Glaubwürdigkeit von Armstrong wird angezweifelt
Hein Verbruggen hat die von Lance Armstrong erhobenen Anschuldigungen hinsichtlich einer Komplizenschaft bei der Vertuschung von Doping bestritten. Der ehemalige Präsident des Internationalen Radsportverbandes (UCI) stellte die Glaubwürdigkeit der gestürzten Radsport-Ikone infrage. In einer SMS an den niederländischen TV-Sender NOS fragte der 72-Jährige: "Seit wann glaubt man Lance Armstrong?"


Verbruggen nannte den Ursprung der Anschuldigungen ein “Cortison-Fällchen”. Armstrong war während der Tour de France 1999 viermal positiv auf Cortison getestet worden. Die UCI hatte die Nichtsanktionierung damit begründet, dass Armstrong wegen Sitzbeschwerden ein Rezept für eine Wundsalbe eingereicht habe.

Armstrong hatte den Vorfall in einem Interview mit der englischen Zeitung “Daily Mail” so erklärt: “Hein sagte nur: ‘Das ist ein echtes Problem für mich, das ist der K.o.-Schlag für unseren Sport – ein Jahr nach Festina. So müssen wir uns etwas einfallen lassen.’ Also haben wir das Rezept zurückdatiert.”

Vor 14 Jahren hatte Armstrong als geheilter Krebspatient ein Jahr nach dem Festina-Skandal seinen ersten von insgesamt sieben Tour-Erfolgen gefeiert. Die Erfolge wurden dem mittlerweile 42-jährigen Texaner wegen jahrelangen systematischen Dopings im Vorjahr allesamt aberkannt.

In seiner ersten Beichte bei TV-Star Oprah Winfrey hatte Armstrong noch angegeben, dass er mit der UCI nie etwas “geregelt” habe, erinnerte der Niederländer Verbruggen. Nun mache der US-Amerikaner gegen Bezahlung Filme und gibt Interviews. “Also muss er mit saftigen Geschichten kommen”, meinte der frühere UCI-Chef.

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