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Ex-Partnerin in Krumbach erstochen: Verdächtiger bei Rekonstruktion "kooperativ"

Im Jänner wurde die Frau vor dem eigenen Wohnhaus erstochen.
Im Jänner wurde die Frau vor dem eigenen Wohnhaus erstochen. ©APA/EINSATZDOKU.AT
Am Mittwoch wurde im Bezirk Wiener Neustadt-Land die Bluttat an einer 50 Jahre alten Frau, die im Jänner von ihrem Ex-Partner erstochen worden sein soll, rekonstruiert. Der 42-jährige Verdächtige zeigte sich dabei "im Rahmen seiner Erinnerung kooperativ", teilte Verteidiger Wolfgang Blaschitz mit.
Mutmaßlicher Täter geständig
Frau in Niederösterreich erstochen

Bekannt wurde am Mittwoch zudem, dass die Tat auf Video aufgezeichnet worden war.

Bluttat wurde von einer Kamera aufgezeichnet

Die Frau hatte offenbar aus Angst vor ihrem ehemaligen Partner eine Kamera vor ihrem Wohnhaus installieren lassen, sagte Blaschitz, der den Beschuldigten gemeinsam mit Astrid Wagner verteidigt. Er selbst habe die Aufnahmen noch nicht gesehen. Wie diese mit den Angaben des 42-Jährigen in Einklang zu bringen sein werden, “wird man sehen”, meinte der Jurist.

Der Verdächtige, der bei der Einvernahme geständig gewesen war, habe im Hinblick auf das Tatgeschehen weiterhin “schwere Wahrnehmungslücken”, hielt der Rechtsanwalt fest. “Er kann sich erinnern, dass die Frau zu ihm gekommenen ist und dass er dann mit dem Messer Stichbewegungen gegen ihren Bauch gesetzt hat”, sagte Blaschitz. Nicht mehr im Gedächtnis habe der Beschuldigte unter anderem die Anzahl der Stiche. Angaben des psychiatrischen Gutachters zufolge soll sein Mandant zum Tatzeitpunkt 1,8 Promille Alkohol im Blut gehabt haben, teilte der Anwalt mit.

Tatortrekonstruktion in Krumbach

Soweit sich der Beschuldigte an das Geschehen erinnern konnte, wurde der Ablauf am Mittwoch mithilfe einer Puppe nachgestellt. Vertreter des Landesgerichts Wiener Neustadt, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und zwei Gutachter machten sich am großräumig abgesperrten Tatort ein Bild davon. Mit von der Partie war neben Blaschitz auch ein Privatbeteiligtenvertreter. Sein Mandant sei während der Rekonstruktion durchaus gefasst gewesen. “Man hat aber schon gemerkt, dass es in ihm rumort”, beschrieb Blaschitz.

Am Montag war die Untersuchungshaft über den Verdächtigen um zwei Monate verlängert worden. Der Mann soll die 50-Jährige am 9. Jänner vor dem Garagentor ihres Wohnhauses mit einem Messer attackiert haben. Dem Opfer wurden an die sechs Stiche zugefügt. Ein endgültiges Obduktionsergebnis lag laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt noch nicht vor. Ebenso ausständig war das Ergebnis eines in Auftrag gegebenen psychiatrischen Gutachtens.

(APA/Red)

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