Ex-Parmalat-Chef verurteilt

Sieben Jahre nach dem spektakulären Zusammenbruch des italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat ist Firmengründer Calisto Tanzi zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ein Gericht im norditalienischen Parma verhängte ein Strafmaß von 18 Jahren Haft gegen Tanzi.

Der heute 72-Jährige musste sich wegen Insolvenzbetrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte 20 Jahre Haft gefordert.

Parmalat war bankrott gegangen, als Weihnachten 2003 ein Loch von damals mehr als 14 Mrd. Euro in der Bilanz entdeckt wurde. Bei einigen Auslandsguthaben des Unternehmens handelte es sich um pure Luftbuchungen. Von der Pleite sind auch rund 135.000 italienische Kleinanleger betroffen, die in den Konzern investiert hatten. Der Prozess hatte im Frühjahr 2008 begonnen.

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