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Stimmenkauf bei Olympia-Bewerbung

Cabral gilt als einer der korruptesten Politiker Brasiliens
Cabral gilt als einer der korruptesten Politiker Brasiliens ©APA (AFP/Archiv)
Der frühere Gouverneur von Rio de Janeiro, Sergio Cabral, hat erstmals die Zahlung von Schmiergeldern bei der Bewerbung der Millionenmetropole um die Olympischen Sommerspiele 2016 eingeräumt. Er habe für zwei Millionen US-Dollar Stimmen gekauft, um die Spiele für Rio zu sichern, sagte Sergio Cabral am Donnerstag bei einer Gerichtsanhörung.

Der damalige Präsident Luiz Inacio Lula da Silva sei in die Bestechung nicht direkt verwickelt gewesen, habe aber davon gewusst. Gemeinsam mit dem Olympia-Organisationschef Carlos Arthur Nuzman und dem brasilianischen Unternehmer Arthur Cesar Soares de Menezes Filho habe er vor der entscheidenden Abstimmung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 2009 die Stimmen mehrerer IOC-Mitglieder gekauft, sagte Cabral. Der langjährige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglied Lamine Diack sowie dessen Sohn hätten dabei geholfen.

Beteiligte von Aufgaben entbunden

Nuzman wurde schon 2017 vom IOC suspendiert und legte kurz darauf seine Ämter als Präsident des Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 2016 und des Nationalen Olympischen Komitees nieder. Diack trat 2015 als Präsident der International Athletics Foundation (IAF) zurück, nachdem seine Beteiligung in Dopingfällen bekannt wurde.

Cabral gilt als einer der korruptesten Politiker Brasiliens. In mehreren Verfahren wurde er wegen Korruption, Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu insgesamt 198 Jahren Haft verurteilt.

Olympische Spiele 2020 unter Korruptionsverdacht

Die im nächsten Sommer stattfindenden Olympischen Spiele 2020 in Tokio stehen ebenfalls unter Korruptionsverdacht. Erst im März trat der Präsident des Japanischen Olympischen Komitees (JOC), Tsunekazu Takeda, zurück. Auch hier geht man von einer Summe von zwei Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern aus. Derzeit wird gegen ihn ermittelt.

(APA/Red.)

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