EVP-Fraktionschef besorgt über Populismus in Österreichs Politik

Manfred Weber zeigt sich besorgt über die politische Entwicklung Österreichs.
Manfred Weber zeigt sich besorgt über die politische Entwicklung Österreichs. ©apa/epa (Sujet)
Manfred Weber, Vorsitzender der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, zeigt sich beunruhigt über die politische Entwicklung Österreichs. Es bereite ihm "Sorge, wenn eine populistische Partei so viel Zuspruch" bekomme wie die FPÖ bei der jüngsten Bundespräsidentenwahl, sagte der deutsche Politiker laut Medienberichten.

Zugleich kritisierte Weber gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) den Umgang der etablierten Parteien in Österreich mit der rechtspopulistischen Herausforderung. Man solle “nie den Fehler machen, die Populisten mit Populismus zu bekämpfen”, warnte er. Das könne nur schief gehen.

Weber beunruhigt über “Säbelrasseln” in Österreich

Konkret kritisierte Weber das “Säbelrasseln des sozialdemokratischen Verteidigungsministers, mit Militär den Brenner abzuriegeln”. Der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte angekündigt, die österreichische Grenze künftig auch mit Soldaten zu schützen. Es brauche seriöse und überzeugende Antworten, mahnte Weber. “Überall dort, wo die großen Parteien der Mitte bestimmte Themen oder Bevölkerungsgruppen vernachlässigt haben, machen sich Radikale breit.”

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer die erste Runde der Präsidentenwahl am 24. April mit rund 35 Prozent klar gewonnen. In der Stichwahl am 22. Mai trifft er auf den ehemaligen Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, der auf 21,3 Prozent kam.

(apa/Red)

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