Europäischer Filmpreis für "Das weiße Band"

Der 22. Europäische Filmpreis geht an "Das weiße Band" von Michael Haneke. Der österreichische Regisseur wurde am Samstagabend von der European Film Academy in der Bochumer Jahrhunderthalle mit der Auszeichnung für die Schaffung des besten europäischen Film des Jahres auch mit dem Preis für die beste Regie und das beste Drehbuch gewürdigt.

“Das weiße Band”, eine größtenteils deutsche Produktion, wurde im Mai bereits mit der Goldenen Palme des Festivals in Cannes ausgezeichnet und von Deutschland auch ins Oscar-Rennen geschickt. Zu der Verleihung in Bochum waren zahlreiche internationale Filmstars und Regisseure erschienen.

In “Das weiße Band” erzählt Michael Haneke die Geschichte seltsamer Unfälle und brutaler Angriffe in einem norddeutschen Dorf in den Jahren 1913/14. Sein Drama geht den Ursachen von Terror und Gewalt auf den Grund und zeigt autoritäre Strukturen in Familien und der Dorfgemeinschaft. Der Film galt schon vorweg als einer der Favoriten auf den “europäischen Oscar” und verwies u.a. “Fish Tank”, “Un Prophete”, “Slumdog Millionär”, “So finster die Nacht” und “Der Vorleser” auf die Plätze. Das geht aus einer Aussendung der European Film Academy hervor.

Auch im Rennen um die beste Regie setzte sich Haneke gegen Pedro Almodovar, Andrea Arnold, Jacques Audiard, Danny Boyle und Lars von Trier durch. Um den Triumph perfekt zu machen, erhielt der Regisseur auch noch die Auszeichnung als bester Drehbuchautor.

Als bester Schauspieler wurde Tahar Rahim in “Un Prohpete” von Jacques Audiard geehrt, den Preis für die beste Schauspielerin erhielt Kate Winslet für “Die Vorleserin”. Als diesjährige Ehrenpreisträger sind der britische Filmemacher Ken Loach und die französische Schauspielerin Isabelle Huppert prämiert worden.

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