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Europa League: Alle Achtelfinalteilnehmer stehen fest

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Freiburg (dank Gregoritsch-Tor) steht ebenfalls unter den letzten 16 Teams wie der AC Milan, Qarabag, Sporting und Benfica Lissabon, Marseille, Sparta Prag, sowie Roma.

In den Rückspielen der UEFA Europa League Play-Offs wurden am Donnerstag Abend die verbleibenden acht Tickets für das Achtelfinale vergeben.

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Hochspannung in Freiburg

Der SC Freiburg begann ohne die österreichischen Offensivspieler Michael Gregoritsch und Junior Adamu, Philipp Lienhart fehlte weiterhin verletzt und beim Gegner aus Lens war Abwehrchef Kevin Danso gesperrt. Zur Pause führten die Gäste nach Toren von Pereira da Costa (28.) und Wahi (45.+2) mit 2:0, Freiburg stand nach dem torlosen Remis aus dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Rücken zur Wand.

Zu Wiederbeginn kam Gregortisch aufs Feld und erlebte die Aufholjagd der Breisgauer live auf dem Rasen mit. Sallai verkürzte nach 67 Minuten auf 1:2 und dem Ungar gelang in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer der umjubelte Ausgleich. Beinahe wäre Gregoritsch in der regulären Spielzeit zum Held avanviert, denn nur Sekunden vor dem Abpfiff hatte der ÖFB-Teamkicker sogar das Siegtor auf dem Kopf. Da der Ball aber das Ziel verfehlte, ging es bei strömendem Regen in die Verlängerung.

In dieser waren dann neun Minuten absolviert, da durften Gregoritsch & Co erneut jubeln. Der Österreicher stand goldrichtig und drückte einen Nachschuss über die Linie zur erstmaligen Führung für seine Mannschaft. Das 3:2 war schließlich auch der Endstand in dieser Partie, die Franzosen fanden in der verbleibenden Spielzeit keine Antwort mehr. Und so jubelt der SC Freiburg über die Qualifikation für das Achtelfinale der Europa League.

Milan steigt trotz Niederlage auf

Nach der AC Milan im Hinspiel gegen Rennes einen klaren 3:0-Erfolg gefeiert hatte, standen die Italiener bereits mit einem Bein im Achtelfinale. Zwar gerieten die "Rossoneri" durch einen Treffer von Bourigeaud in Rückstand (11.), Jovic glich in Minute 22 zum 1:1-Halbzeitstand aus. Zwar kam beim Heimteam nach einem verwandelten Elfmeter von Bourigeaud (54.) noch einmal leichte Hoffnung auf, diese wurde allerdings nur vier Minuten später durch den Ausgleich von Leao quasi bereits im Keim erstickt. Zwar sorgte Bourigeaud mit seinem zweiten verwandelten Strafstoß und seinem dritten Tor des Abends noch für einen 3:2-Sieg der Franzosen, mit einem Gesamtscore von 5:3 steht der AC Milan aber im EL-Achtelfinale.

Jubel in Baku

Qarabag konnte sich mit einem 4:2-Auswärtssieg in Braga eine sehr angenehme Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen. Diese erwies sich allerdings nur den ersten Blick komfortabel, denn nach der gelb-roten Karte gegen Cafarquliyev (57.) agierten die Aseris in Unterzahl. Die Portugiesen nutzten diesen Umstand und als Fernandes nach 70 Minuten Braga in Führung brachte, fehlte nur noch ein Tor, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Und tatsächlich gelang Djalo der zweite Treffer für die Gäste (83.), der 30 zusätzliche Minuten nötig machte.

In dieser Verlängerung verkürzte Silva zunächst für die Hausherren (102.), Banza stellte vom Punkt die Führung von zwei Toren allerdings wieder her (115.). Als viele schon mit einem Elfmeterschießen rechneten, gelang Qarabag schließlich das entscheidende Tor. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß versenkte Akhundzade das Spielgerät in den Maschen und damit jubelte nach dem Abpfiff trotz Niederlage das Team aus Aserbeidschan. Mit einem Gesamtscore von 6:5 ist Qarabag am Freitag im Lostopf der letzten 16 Mannschaften dabei.

Benfica zittert sich weiter

Mit einem knappen 2:1-Erfolg im Rücken, trat Benfica Lissabon die Reise nach Toulouse an. Am Ende genügte den Portugiesen ein glückliches torloses Unentschieden, in dem Toulouse in Halbzeit zwei unzählige Topchancen ausließ und sich damit als drittes französisches Team an diesem Abend aus dem Bewerb verabschieden musste.

YB verabschiedet sich mit Remis

Sporting Lissabon hatte bereits im Hinspiel bei den Young Boys für relativ klare Verhältnisse gesorgt, die Portugiesen nahmen einen 3:1-Vorsprung mit in die Heimat. Gyökeres schoss die Gastgeber auch im Rückspiel in Front (13.), die fast über die gesamte Spielzeit das Geschehen unter Kontrolle hatten. Im zweiten Durchgang scheiterte der schwedische Topstürmer vom Punkt (56.), dies nutzten die Eidgenossen ihrerseits mit einem verwandelten Strafstoß von Ganvoula (84.) zum 1:1-Endstand.

Verlängerung in Rom

Erwartet spannend war das Duell zwischen AS Roma und Feyenoord Rotterdam. Das Hinspiel in den Niederlanden vor einer Woche endete mit einem 1:1, in Rom durfte Feyenoord nach fünf Minuten über die Führung jubeln. Dem Treffer von Gimenez war eine wunderbare Kombination vorangegangen, beim Abschluss hatte der Mexikaner ein wenig Glück, dass nicht auf Handspiel entschieden wurde. Eine Viertelstunde war absolviert, da antworteten die Italiener mit einem Traumtor. Pellegrini war es, der mit seinem herrlichen Distanzschuss den 1:1-Pausenstand besorgte.

Da im zweiten Abschnitt keine weiteren Treffer fielen, ging die Partie im Stadio Olimpico in die Verlängerung. Auch in diesen zusätzlichen 30 Minuten konnte kein Sieger ermittelt werden, so musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Dort behielten die Römer schließlich die Oberhand, die Italiener stehen damit im Achtelfinale. Für Feyenoord (übrigens ohne den verletzten Trauner) ist die Reise durch Europa beendet.

Sparta Prag wirft Galatasaray aus dem Bewerb

Galatasaray Istanbul ging mit einem knappen 3:2-Vorsprung nach dem spektakulären Hinspiel am Bosporus ins Rückspiel bei Sparta Prag. Die Tschechen ging durch Preciado früh in Front (8.), Bardakci antwortete nur weitere acht Minuten später per Kopf. Die entscheidende Szene in diesem so spannenden Duell geschah in Minute 70. Ayhan hatte zunächst die gelbe Karte gesehen, nach VAR-Intervention entschied der Schiedsrichter allerdings, den Türken direkt mit rot des Platzes zu verweisen. In Überzahl besorgten dann Tuci (74.), Haraslin (80.) sowie Kuchta (90.+6) die Treffer zum 4:1-Endstand, der Sparta Prag über den Aufstieg in die nächste Runde jubeln lässt.

Marseille eliminiert Shakhtar

Olympique Marseille empfing mit dem neuen Trainer Jean-Louis Gasset Shaktar Donezk, das Hinspiel in Hamburg war mit einem 2:2 zu Ende gegangen. Unentschieden stand es auch nach den ersten 45 Minuten im Stade Velodrome, zunächst erzielte Sudakov vom Punkt die Führung der Gäste (12.), Aubameyang zeichnete für den Ausgleich verantwortlich (23.). Etwas mehr als eine Viertelstunde vor Ablauf der regulären 90 Minuten brachte Joker Sarr Marseille in Front, für die Entscheidung sorgte dann Kondogbia (81.). 5:3 lautete damit der Gesamtscore nach diesen zwei Duellen, Olympique durfte an diesem Abend als einziges von vier französischen Teams über das Weiterkommen jubeln.

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