EU zahlt Schadenersatz bei Impfkomplikationen

Bei Millionen Impfungen kann es auch zu der einen oder anderen Komplikation kommen.
Bei Millionen Impfungen kann es auch zu der einen oder anderen Komplikation kommen. ©APA/HANS PUNZ
Die EU will zumindest einen Teil der Schadenersatzzahlungen im Zuge der Corona-Impfungen übernehmen. In den USA wurden Impfstoffhersteller sogar gänzlich von einer Haftung freigestellt.

Wenn in den kommenden Monaten Millionen Menschen in der EU gegen Corona geimpft werden, sind Impfreaktionen und vermutlich auch Schadensersatzklagen zu erwarten. Die EU habe in den Verträgen mit den Impfstoffherstellern offenbar zugesichert, einen Teil der im Rechtsweg gegen Impfstoffhersteller zugesprochenen Schadenersatzzahlungen zu übernehmen, schreibt Francine Brogyanyi, Partnerin und Leiterin des Bereichs Life-Sciences bei Dorda Rechtsanwälte, im "Standard".

Genaue Regeln nicht bekannt

Die genaue Regelung sei zwar öffentlich nicht bekannt. Die EU nehme aber gleichsam die Rolle als Haftpflichtversicherer ein, die Impfstoffhersteller bleiben aber produkthaftungsrechtlich dem Patienten gegenüber für ihr Produkt haftbar. Die USA gehen sogar noch viel weiter und habe den Impfstoffherstellern eine gänzliche Haftungsfreistellung zugesichert. Ob letztlich künftige Schadensersatzklagen erfolgreich sind, werde davon abhängen, ob allfällige Nebenwirkungsmeldungen kausal auf eine Covid-Impfung zurückgeführt werden können, erwartet Brogyanyi.

(APA/red)

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