EU-Wahl: Hans-Peter Martins letzte Wahl als Wiener

Hans-Peter Martin bei der Stimmabgabe
Hans-Peter Martin bei der Stimmabgabe ©APA
Hans-Peter Martin hat im zweiten Wiener Gemeindebezirk seine Stimme zur EU-Wahl abgegeben. Es werde das letzte Mal sein, dass er in der Bundeshauptstadt wählen gehe, verkündete der EU-Parlamentarier mit ernster Miene.

Er werde wieder nach Vorarlberg übersiedeln, so Martin, der mit seiner Ehefrau Heike und einer kleinen Freundesrunde kurz nach 11 Uhr in einer Hauptschule in der Wittelsbachstraße erschienen war.

Ganz reaktionsfrei ging die Stimmabgabe nicht ab. Es kam zu einer kleinen Häkelei mit der sozialdemokratischen Wahlbeisitzerin. Als diese von Martin einen Ausweis verlangte, ätzte dieser: “Beim letzten Mal war ich noch amtsbekannt.”

Als Martin dann in seine Wahlkabine beinahe von seiner Ehefrau begleitet wurde, schreitet die Wahlbeisitzerin erneut lautstark ein und erinnerte an die geheime Wahl: “Er hätte ja ausnahmsweise auch die SPÖ wählen können”, zeigte die Beisitzerin in Richtung der Ehefrau. Martin konterte aus seiner Wahlzelle heraus, dies wäre gut möglich gewesen, hätte sich die SPÖ nur einer sozialen Politik besonnen.

Nach dem Votum erklärte Martin gegen über der APA, er erwarte sich vom heutigen Urnengang ein deutliches Signal an die etablierten Parteien, das diese auch verstehen würden. Für ihn persönlich wäre es schon ein Erfolg, sein Mandat in Brüssel und Straßburg weiter ausfüllen zu können. Für die Sache wäre es “schön”, wenn die Liste Martin zulegen könnte. Martin hatte beim letzten Urnengang zwei Mandate errungen, eines davon ging allerdings bald wieder verloren, nachdem seine ehemalige Mitstreiterin Karin Resetarits zu den Liberalen gewechselt war.

Den Rest des Tages will Martin zunächst einmal privat verbringen. Ab 16.30 Uhr wird er bei einer kleinen Wahlfeier in der Wiener Innenstadt zugegen sein.

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