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EU-Wahl-Clubbing für EVP-Spitzenkandidat Weber in Wien

Manfred Weber war für ein EU-Wahl-Clubbing in Wien.
Manfred Weber war für ein EU-Wahl-Clubbing in Wien. ©APA/AFP/CHRISTOF STACHE
EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber ist hat am Freitag Wien einen Besuch abgestattet. Vor der Europawahl machte die JVP ordentlich Wahlkampf für den Deutschen.

Im Rahmen seiner “Listening Tour” durch Europa hat der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, am Freitagabend in Wien Station gemacht. Das Zuhören war freilich eine Challenge, hatte die Junge ÖVP doch ein “Europa Clubbing” im Palais Wertheim für ihn ausgerichtet. Doch an gegenseitigem Verständnis mangelte es ohnehin nicht.

JVP machte “ordentlich Wahlkampf”

“Wir gewinnen die Europawahl, wir werden stärkste Fraktion”, sagte Weber unter dem Jubel von Hunderten Jungkonservativen aus Österreich und anderen EU-Staaten. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rief den Parteinachwuchs dazu auf, “ordentlich Wahlkampf zu machen, damit (…) der nächste Kommissionspräsident Manfred Weber heißt”. Zugleich mahnte er die JVP-Mitglieder dazu, nicht jenen zu glauben, die meinten, der Europawahlkampf sei “nicht so wichtig”. Die Europawahl sei nämlich auch eine Abstimmung über die ÖVP. “Es wird entweder ein Dämpfer sein für unsere Arbeit oder uns Rückenwind geben”, betonte er.

Weber, Kurz und JVP-Chef Stefan Schnöll hatten auf ihrem Weg zur Bühne minutenlang Selfiewünsche erfüllen müssen. “Wir haben gewusst, es wird eine Herausforderung, ein Clubbing mit einem offiziellen Teil zu kombinieren”, scherzte Schnöll danach. “Als ich JVP-Vorsitzender war, hatten wir keinen offiziellen Teil vor Clubbings”, replizierte Kurz.

Nur 12 von 751 Abgeordneten jünger als 30

Schnöll nutzte die Gelegenheit, zur Wahl des JVP-Europakandidaten Christian Zoll aufzurufen. Auf dem neunten Platz der Kandidatenliste gereiht, muss der 25-jährige Vorarlberger auf Vorzugsstimmen hoffen. Zoll sagte, dass er “die junge Stimme ins Europäische Parlament bringen” wolle. Er wies darauf hin, dass von den 751 EU-Abgeordneten nur zwölf jünger als 30 Jahre seien. Das sehe man bei Themen wie der Urheberrechtsreform, sagte er mit Blick auf die von vielen jungen Menschen kritisierte EU-Richtlinie, die im Vormonat auf Betreiben der EVP beschlossen wurde.

Unter den Teilnehmern waren nach Angaben der Organisatoren auch etwa 150 Jungkonservative aus anderen EU-Staaten, die für ein Treffen der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP) nach Wien gekommen waren. So mancher Kontakt wurde aber erst beim Clubbing geknüpft. Ein Norweger und ein Slowene waren sich nach der gegenseitigen Vorstellung bei der Garderobe schnell einig. “First Order of Business: What do we do?” (“Erster Tagesordnungspunkt: Was tun wir?”) – “Get some beer.” (“Bier holen.”) Die meisten anderen Besucher blieben freilich – zunächst – bei Mineralwasser, Coca-Cola und Red Bull.

Weber als neuer EU-Kommissionspräsident

Wie bei einem “richtigen” Clubbing gab es beim Eingang eine Warteschlange, einen Türsteher, einen Getränkegutschein und einen Stempel. Doch gleich danach wurden auch schon runde Aufkleber mit Webers Wahlslogan (“The Power of WE”) ausgeteilt.

Weber, derzeit Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, will nach dem erwarteten Sieg seiner Parteienfamilie bei der Europawahl Ende Mai neuer EU-Kommissionspräsident werden. Sein größtes politisches Handicap – anders als alle bisherigen EU-Kommissionspräsidenten hat er keine Regierungserfahrung – will er zu einem Vorteil machen, indem er im Wahlkampf Bescheidenheit und Bürgernähe betont.

Kurz unterstützt Weber

Zu Webers treuesten Unterstützern zählt Kurz, der sich schon im vergangenen September als erster EU-Regierungschef und EVP-Parteichef hinter Webers Kandidatur gestellt hatte. Angesichts der Vorbehalte vieler Staaten gegen das “Spitzenkandidatensystem” wird mit Spannung erwartet, ob sich im Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs die erforderliche Mehrheit für eine Nominierung Webers finden wird. Der Sieg bei der Europawahl ist für Weber nämlich nur die halbe Miete.

Wie schon bei früheren gemeinsamen Auftritten gaben sich Weber und Kurz betont harmonisch. “Manfred war für uns immer ein Verbündeter”, betonte Kurz. Weber sagte, dass ihn als Niederbayern mehr mit einem Oberösterreicher verbinde als mit den eigenen Landsleuten aus Mecklenburg-Vorpommern. Wohl aus Sorge, dass bayerischer Humor im Rest Deutschlands nicht so gut verstanden wird wie hierzulande, setzte Weber aber gleich nach, dass das natürlich scherzhaft gemeint ist. Denn auch wenn Weber intensiv Wahlwerbung in Österreich betreibt: Wählen können ihn doch nur die Deutschen.

(APA/red)

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