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EU-Wahl: Bauernbund will europaweit verpflichtende Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung

Simone Schmiedtbauer setzt sich für eine europaweit verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln ein.
Simone Schmiedtbauer setzt sich für eine europaweit verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln ein. ©APA/ERWIN SCHERIAU
Die ÖVP-Listenvierte bei der EU-Wahl Simone Schmiedtbauer will sich für eine europaweit verpflichtende Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung einsetzen.

Die ÖVP-Listenvierte und Spitzenkandidatin des Bauernbundes für die EU-Wahl am 26. Mai, Simone Schmiedtbauer, setzt auf ein Hauptthema ihres Verbandes und drängt auf eine europaweit verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel. Dadurch hätten die Konsumenten mehr Informationen und könnten sich überlegen, was sie einkaufen, sagte Schmiedtbauer am Montag in Wien.

Lebensmittel-Herkunfskennzeichnung soll europaweit verpflichtend werden

ÖVP-Bauernbund-Chef Georg Strasser verwies bei der gemeinsamen Pressekonferenz auf Geflügelimporte aus der Ukraine, wo nicht nach EU-Standards produziert werde und forderte für diese einen Importstopp. Mit Krediten aus EU-Ländern würden Hühner eines ukrainischen Oligarchen in die EU geschwindelt, schrieb der “Kurier” (Montagausgabe) unter Verweis auf die Kampagnen-Organisation Shifting Values. Die strengen EU-Importbeschränkungen für Hühnerbrüste würden vom Agrarkonzern MHP des ukrainischen Milliardärs Yuriy Kosjuk seit Jahren mit einem simplen Trick umgangen. Beim Zerlegen der Tiere in der Ukraine bleibe ein Knochen an den Hühnerbrüsten. In MHP-Betrieben in der Slowakei und in den Niederlanden würde der Knochen dann entfernt. Damit seien die Hühnerbrüste dann als ein EU-Produkt klassifiziert.

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger (ÖVP) bekräftigte den Ruf nach einer – in der Nahrungsmittelindustrie kritisierten – verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Produkten für Milchprodukte, Fleisch und Eier, wenn diese mehr als 50 Prozent des Endproduktes ausmachen – was sich auch im ÖVP-FPÖ-Regierungsprogramm findet. Etwa müsse bei Würsten klar sein, woher der Rohstoff herkomme. Wenn Importware mit deutlich niedrigeren Umwelt- und Tierschutzstandards produziert werde, dann sei dies “wettbewerbsverzerrend” in Österreich, kritisierte Moosbrugger. Wenn die billigeren Importprodukte trotz Herkunftskennzeichnung von den heimischen Konsumenten gekauft werden, “dann ist es zu akzeptieren”.

Schmiedtbauer: Platz 4 der ÖVP EU-Wahl-Liste

Schmiedtbauer kandidiert auf Platz 4 der ÖVP-Liste für die EU-Wahl. Bei der Europawahl 2014 schickte die ÖVP die nunmehrige Landwirtschaftsministerin und Bauernbündlerin Elisabeth Köstinger noch auf Platz 2 ins Rennen. Schmiedtbauer war bis vergangene Woche Bürgermeisterin der Gemeinde Hitzendorf in Graz-Umgebung. Die Politikerin und ihr Mann betreiben einen Schweinemastbetrieb mit Direktverkauf. Seit Februar ist die Europawahl-Kandidatin in Österreich unterwegs und hat nach eigenen Angaben 17.000 Kilometer abgespult. “Was der Europäischen Union und auch den Regionen Europas guttun würde, ist Bürgernähe und mehr Fokus auf die wesentlichen Herausforderungen”, so Schmiedtbauer. Außerdem müssten für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 “genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen”. Es brauche “eine Trendwende in der europäischen Agrarpolitik”, damit kleine und mittlere Betriebe ein besseres Auskommen haben.

(APA/Red)

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