EU-Kommissar Rehn - Euro-Zonen-Bonds sind reizvolle Idee

EU-Währungskommissar Olli Rehn hat sich zurückhaltend zu möglichen gemeinsamen Staatsanleihen der Euro-Zonen-Länder geäußert.
Er halte die Idee zwar für “intellektuell interessant”, sagte Rehn am Montag vor einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Das Instrument zur Krisenbewältigung im Währungsraum sei aber der Euro-Rettungsschirm. Schließlich habe man sich im Mai für den Schirm und gegen Euro-Zonen-Bonds entschieden.

Luxemburg und Italien hatten sich zuletzt für eine gemeinsame Euro-Anleihe stark gemacht. Dieser Vorschlag stößt jedoch bei der deutschen Regierung auf Ablehnung. Rehn sagte, bereits seit langem werde über Euro-Bonds diskutiert. Die Kommission prüfe alle Vorschläge der EU-Mitgliedsstaaten stets sehr sorgfältig.

Bei dem Treffen der Finanzminister werde auch über das Volumen des Euro-Rettungsschirms gesprochen, sagte Rehn. Belgien und der Internationale Währungsfonds wollen den mit noch knapp 700 Mrd. Euro gefüllten Fonds aufstocken. Sie befürchten, dass das Geld nicht reicht, wenn nach Irland auch große Schuldenländer wie Spanien unterstützt werden müssen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Aufstockung ab.

Die Nervosität der Anleger vor dem Treffen der Finanzminister setzte den Euro am Montag unter Druck, während die Risikoaufschläge für Anleihen der Eurozonen-Peripherie stiegen. Ausfall-Versicherungen für einen zehn Millionen Euro schweren Kredit an Portugal, Irland, Italien, Griechenland oder Spanien verteuerten sich im Vergleich zu Freitag um 8.000 bis 19.000 Euro.

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