EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt allen Erwachsenen Drittimpfung

Die EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt Erwachsenen den Corona-Drittstich.
Die EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt Erwachsenen den Corona-Drittstich. ©APA_Georg Hochmuth
Dei Europäische Gesunhdietsbehörde ECDC empfiehlt allen Erwachsenen die Corona-Auffrischungsimpfung. Vorrang haben Personen über 40 Jahre. Die Booster sollten mindestens sechs Monate nach der ersten erfolgen.
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Die Empfehlungen der ECDC sind für die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten nicht bindend, werden aber für gesundheitspolitische Entscheidungen herangezogen. In Österreich hatte das Nationalen Impfgremium (NIG) bereits am Montag allen Personen ab 18 Jahren eine Covid-19-Auffrischungsimpfung nach vier Monaten möglich gemacht. Empfohlen wird der dritte Stich in Österreich spätestens sechs Monate nach der zweiten Impfung.

EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt allen Erwachsenen die Drittimpfung

Nach Angaben der ECDC mit Sitz in Stockholm steht Europa ohne sofortige Corona-Maßnahmen und höhere Impfzahlen ein schwieriger Winter bevor. Modellierungsszenarien wiesen darauf hin, dass dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Dezember und Jänner eine möglicherweise sehr hohe Krankheitsbelastung durch die Delta-Variante drohe - es sei denn, man wende umgehend sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) an, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zu solchen Maßnahmen zählen zum Beispiel Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Gleichzeitig müssten mehr Menschen geimpft werden, hieß es in der neuen Corona-Risikoeinschätzung des ECDC.

Corona-Impfstoffe bieten hohen Schutz gegen schwere Krankheit

Weil die Impfstoffe einen hohen Schutz gegen schwere Krankheitsfolgen bieten, werden Ungeimpfte laut ECDC-Direktorin Andrea Ammon eine große Zahl neuer Krankenhauseinweisungen ausmachen, darunter vor allem Ungeimpfte in Risikogruppen. Die derzeitige Gesamtimpfrate im EWR werde unzureichend sein, um die Belastung durch Corona-Fälle und Einweisungen in den Wintermonaten zu begrenzen. Europa müsse Immunitätslücken in der erwachsenen Bevölkerung schließen.

65,4 Prozent der Erwachsenen im EWR-Raum sind geimpft

Nicht ausreichende Impfzahlen und die weitgehende Maßnahmenlockerung haben laut ECDC dazu beigetragen, dass die Corona-Zahlen im Oktober und Anfang November im Großteil der EWR-Länder angestiegen sind. Bisher sind demnach 65,4 Prozent der Gesamtbevölkerung und 76,5 Prozent der Erwachsenen im EWR vollständig gegen Covid-19 geimpft worden. Zum Wirtschaftsraum zählen neben der Europäischen Union außerdem noch Norwegen, Island und Liechtenstein.

(APA/Red)

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