EU-Gespräche über Finanzhilfe mit Belgrad

Eine EU-Delegation beginnt heute in Belgrad zweitägige Gespräche über den Antrag Serbiens auf Finanzhilfe aus der EU-Vorbeitrittshilfe (IPA) im Wert von rund 100 Mio. Euro.

Bei einem
Treffen mit dem serbischen Notenbankpräsidenten Radovan Jelasic,
Vizepremier Bozidar Djelic und anderen Regierungsvertretern sollen
gemäß Medienberichten die Voraussetzungen für die Gewährung der
Finanzhilfe für das serbische Budget sowie ihre genaue Verwendung
festgelegt werden.

Vizepremier Djelic sagte vor Beginn der Gespräche, dass die
genaue Höhe der Finanzhilfe nach dem Besuch der EU- Delegation
festgelegt werde. “Sie wird zwei Elemente haben. Das erste ist die
EU-Vorbeitrittshilfe und das zweite die makrofinanzielle
Unterstützung in Kreditform”, präzisierte Djelic.

Die Europäische Union hat Serbien heuer 182,5 Mio. Euro an
EU-Vorbeitrittshilfe gewährt. Serbien hatte im März eine Einigung mit
dem IWF über einen Kredit von drei Mrd. Euro erzielt, der 2011
zurückzuzahlen ist. Serbien musste sich im Gegenzug zu Einsparungen
verpflichten. Die Regierung beschloss letzte Woche, die
Staatsausgaben von früher geplanten 748,7 auf rund 720 Mrd. Dinar
(9,07 Mrd. Euro) zu senken. Das Budgetdefizit soll gleichzeitig von
50 auf 70 Milliarden Dinar ansteigen.

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