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Eskalation nach Party: Schüler in Bayern wollten Polizeiwache stürmen

Nach einer Schulabschlussfeier haben rund 50 Schüler in der Nacht auf Freitag vor einer Inspektion in Starnberg (Bayern) versucht, einen 15-Jährigen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien. Die Jugendlichen warfen Flaschen und Steine auf das Gebäude. Einige wollten die Eingangstür aufbrechen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
20 Männer attackierten Polizisten

Der 15-Jährige hatte auf einer Schulabschlussfeier randaliert. Er war betrunken und stand den Angaben nach unter Drogeneinfluss. Bei der Feier am Donnerstagabend soll er einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nach Drogen gefragt und sich aggressiv verhalten haben. Dieser rief die Polizei zur Hilfe. Diese forderte den Schüler mehrfach auf, die Feier zu verlassen. Als die Beamten ihn nicht beruhigen konnten, entschieden sie sich für den Polizeigewahrsam und brachten ihn zur Wache.

100 Schüler vor Polizeidienststelle

Daraufhin zogen den Angaben zufolge rund 100 Schüler vor die Polizeidienststelle. Etwa 50 Jugendliche versuchten, gewaltsam in die Polizeiwache einzudringen. Sie wollten den Mitschüler befreien. Eine Scheibe sei zu Bruch gegangen.

Der in Gewahrsam genommene Randalierer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er wurde dort auch am Freitag noch stationär behandelt, da er über Kopfschmerzen klagte. Ihm wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Die Kriminalpolizei hat zudem wegen der Ausschreitungen an der Polizeidienststelle Ermittlungen wegen des Verdachts auf Landfriedensbruchs, versuchte Gefangenenbefreiung und versuchte gefährliche Körperverletzung aufgenommen.

Verhinderung von Festnahme

Zu einem ähnlichen Vorfall war es am Mittwoch in einem Würzburger Freibad gekommen. Dort hatte eine Gruppe von mehr als zehn Badegästen versucht, die Festnahme ihres Freundes zu verhindern. Als die Beamten den 18-Jährigen abführen wollten, stellte sich ihnen die Gruppe in den Weg und verhielt sich zum Teil sehr aggressiv. Dem 18-Jährigen wird vorgeworfen, ein Auto aufgebrochen zu haben.

(APA/dpa)

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